| Salzburger Nachrichten am 30. September 2005 - Bereich: KI
Festival "steirischer herbst" eröffnet
Mit einer Suite für den scheidenden Intendanten Peter Oswald ist am
Donnerstagabend der "steirische herbst 2005" eröffnet worden. "Der
'steirische herbst' ist ein junges Festival, dass sich immer wieder neu
erfindet", meinte Oswald in seiner Eröffnungsrede. "Herbst"-Präsident
Kurth Jungwirth hoffte, dass die Umwandlung in eine GmbH auch finanzielle
Sicherheit für das Festival bedeuten würde. Mit den Klängen von "Messin' around" wurde die "herbst"-Eröffnung in
der Helmut List Halle gestartet. Peter Oswald in seiner letzten
Eröfnungsrede: "Dieses Festival ist das letzte meiner Zeit als Intendant.
Eine Intendanz, die eben auch besonders war, weil sie mit dem
Kulturhauptstadtjahr zusammenfiel und das Glück hatte, mit der
Helmut-List-Halle einen adäquaten Ort zu finden". Weiters erklärte Oswald, dass Intendanten zwar "kommen und gehen. Der
'steirische herbst' bleibt. Er muss bleiben. Er ist unverzichtbar."
Wünschenswert wäre, so der Intendant, "wenn in absehbarer Zeit die immer
gestellte Frage nach Kosten und Nutzen des Festivals durch die Idee der
Kunst selbst ersetzt würde." Zuletzt zeigte sich Oswald hoffnungsvoll,
dass "der 'steirische herbst' immer ein Podium der Komplexität, ein
Widerstand gegen die populistisch reduzierende Vereinfachung sein wird."
Kurt Jungwirth meinte, der "herbst" sei ein "singuläres Festival.
"Absolut nicht austauschbar, absolut nicht verwechselbar mit der Masse von
kleinen, mittleren, großen, übergroßen Festwochen, Festspielen, die es in
Europa zu Tausenden gibt." Abschließend ging er auch auf die Umwandlung
des Festivals in eine GmbH ein. "Es ist zu wünschen, dass die Gründung der
Gesellschaft dafür sorgt, dass gute verlässliche Planung mit Sicherheit
für die Programmmacher gegeben ist". Der "herbst" dauert bis
einschließlich 30. Oktober. |