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LINZ: Waltraut Cooper in der Galerie-Halle Urfahr
Friede, Freude, Regenbogen
Die Idee ist bestechend einfach, die Umsetzung sauber, das Ergebnis ästhetisch. Waltraut Cooper zeigt in der Galerie-Halle in Urfahr bis 16. 11. Bildbeispiele aus ihrem Projekt "Europaregenbogen". Aus Fotos von sechs EU-Kulturstätten, die sie im Rahmen ihrer internationalen Aktion unterschiedlich beleuchtete, wählt sie je einen Ausschnitt, vergrößert ihn und druckt ihn auf 90 mal 90 Zentimeter große Acrylglas-Platten, die leicht schräg an fast unsichtbaren Nylonfäden von der Decke hängen. Das sieht nicht nur fröhlich aus, sondern regt in Kombination mit den kleinen Fotos auch dazu an, sich über Themen wie Völkerverständigung Gedanken zu machen.

Cooper wurde 1937 in Linz geboren, studierte Mathematik und Kunst in Wien, Paris, Lissabon und Frankfurt. Aufsehen erregte sie nicht nur als Biennale-Teilnehmerin in Venedig (1986, 1995), sondern auch durch auffällige Projekte im öffentlichen Raum.

Denkanstöße

In der Galerie-Halle sind auch Vergrößerungen von Höhenschnittslinien in kühlen Blau- und Grüntönen sowie färbige Acrylglas-Quader ausgestellt. Gleich zum Mitnehmen bieten sich kleine Glückswürfel um fünf Euro an. Im Katalog geben verständliche Texte zusätzliche Denkanstöße über Coopers Regenbogentrilogie, die 1999 in Österreich begann, sich über Europa fortsetzt und 2009 in einem "Regenbogen für die Welt" gipfelt.

Schade, dass so schöne Ideen nur in der Kunst so gut funktionieren ... (dh)

OÖnachrichten vom 03.11.2005
 
   



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