Rom - Die italienische Regierung stellt im Rahmen des Haushaltsgesetzes 2007 24 Millionen Euro zur Verfügung, um einen Baustopp beim neuen Zentrum für zeitgenössische Kunst in Rom zu vermeiden. Das Geld soll dazu dienen, das von der aus dem Irak stammenden und auch in Wien lehrenden Architektin Zaha Hadid (55) geplante Zentrum bis 2008 zu vollenden.
Nur ein Teil des Museums, dessen Bau im März 2003 begonnen wurde, sei bereits fertig gestellt, berichteten italienische Medien. Bisher wurden 32 Millionen Euro dafür ausgegeben. Experte schätzen, dass das neue Zentrum der Regierung insgesamt bis zu 100 Millionen Euro kosten werde. Ursprünglich war das Ende der Arbeiten 2006 vorgesehen. Der Termin wurde aber um zwei Jahren verschoben.
MAX-XI
Hadids neues Museum soll zu einer Belebung des kulturellen Angebots in Rom beitragen. Das Ausstellungsgelände für die Kunst des 21. Jahrhunderts, auch MAX-XI genannt, wird an Stelle einer ehemaligen Kaserne im nördlichen Teil von Rom errichtet. 80 Personen arbeiten am Projekt. Die gesamte Zone rund um das von Renzo Piano errichtete Musikauditorium soll in den nächsten Jahren zum Kultur- und Freizeitpark verwandelt werden.
"Der MAX-XI soll in den Besuchern die Freude am Museumsbesuch wecken. Wir wollen zugleich auch auf Schönheit und Komfort setzen", betonte die Architektin. Sie wolle der Stadt Rom kein einfaches Museum, sondern auch ein Gelände bieten, auf dem Künstler und Architekten ihre Kreativität auf einer 26.000 Quadratmeter großen Fläche zur Schau stellen können. "Ein raffiniertes Spiel aus Stahlbeton, Glas und Metall", beschrieb Hadid ihr Museum.
Internationale Gegenwartskunst habe bisher kein Haus in der italienischen Hauptstadt. Der Auftrag für den Museumsbau war erstmals in Zusammenarbeit von zwei Ministerien - Bau und Kultur - vergeben worden. (APA)