Lentos würdigt Gerhard Haderer mit Ausstellung
Achim Frenz, Leiter des Caricatura Museum Frankfurt, hat die überschaubare Linzer Schau thematisch gegliedert. Politikerporträts wie jenes des „Boys des Monats“ und früheren ÖVP-Finanzministers Grasser oder von Innenministerin Fekter mit dem Titel „Rehaugen? Nein danke!“ finden genauso Platz wie Kritik an der Finanzwelt: Zwei Banker zünden schallend lachend Geldscheine an, gleich daneben stürzt sich ein Kollege mit einem Goldbarren um den Hals in die Tiefe. „Woodstock - 40 Jahre danach“ heißt das Bild, das zwei gealterte Hippies, Hörgerät inklusive, zeigt. Unter einem grauhaarigen Mann mit Nickelbrille steht „John Lennon 70“, seine Nachbarin, die „Botox-Pippi“, grinst auch mit faltigem Gesicht schelmisch.
Adolf Hitler, nur mit einer Unterhose bekleidet, räkelt sich lasziv auf einem Schäferhundfell, die Arbeit „Only One Ball“ gibt den Blick teilweise auf seine Geschlechtsteile frei. Das großformatige Werk „Ca. 200 Fußbälle“, erstmals anlässlich der WM 2006 präsentiert, versammelt Groß und Klein verschiedener Kulturen beim Kicken. Überdimensional ausgestellt im Lentos ist Haderers „Lachende Priester“ mit einer Gruppe ausgelassener Geistlicher. Dabei handle es sich um eine seiner „zeitlosen Arbeiten“, erklärte der Karikaturist lapidar.
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