Allerdings sollten die Museen für den Verwaltungsaufwand nicht entschädigt werden. Die VP-nahe Gesellschaft zur Förderung der Digitalisierung des Kulturgutes hingegen, der die Artothek mit 1. Jänner anvertraut wurde, erhält 109.000 Euro jährlich. Für diesen Betrag hätte z. B. die Albertina sehr wohl Interesse an einer Übernahme gehabt.
Karl Öllinger von den Grünen macht zudem stutzig, dass man im Zuge der
Interessentensuche die Frist der Anbotlegung, wie erst jetzt bekannt wurde, von
Ende Juni auf Mitte August verlegte: Die Proponenten der Gesellschaft (u. a.
Moraks Berater Christian Pultar) suchten am 7. August um die Gründung des
Vereins an.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16. 1.
2002)
Quelle: © derStandard.at