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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
11. Juni 2006
21:35 MESZ
Kunsthaus Bregenz, Karl Tizian Platz, 6900 Bregenz, (05574) 485 94-0. Bis 13. 8.  
Foto: KUB
Das Blinklicht der Glühbirne von Michael Craig-Martin ist über den Bodensee bis nach Lindau zu sehen.

Lichterhaus und lichte Häuser
Das Kunsthaus Bregenz richtet dem Iren Michael Craig-Martin (Jg. 1941) eine große Sommerausstellung aus

Der Doyen der jüngeren britischen Malerszene zeigt unter dem Titel "Signs of Life" vier verschiedene Werkgruppen an drei Schauplätzen. Zwei gebäudegroße Neoninstallationen unter der gläsernen Außenhaut des KUB, blinkende Konturlinien riesiger Glühbirnen, deren eine nachts leuchtturmgleich über den Bodensee strahlt.

Zum anderen Gemälde auf Leinwand oder Aluminium, darauf sind mit karger Linie Alltagsgegenstände wie Gläser oder Handys angedeutet. Häufig hebt er die Zentralperspektive zugunsten einer "Bedeutungsperspektive" auf, d. h. die abgebildeten Dinge lassen je nach Größe und Platzierung Konnotationen auf übergeordnete Zusammenhänge zu. Hier verweist Craig-Martin auf Vorbilder aus der Kunst der Frührenaissance, namentlich erwähnt er Giotto. Auch LCD-Bildschirme und zwei radikal raumverändernde Wandgemälde kommen vor.

Erste Einzelausstellung in Österreich. (mh/ DER STANDARD, Printausgabe, 10./11./6.2006)


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