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| Zürich |
| Anna
Jermolaewa von Gerhard Mack |
| Einem grossen Publikum hat sich Anna Jermolaewa erstmals 1999 bei der Biennale Venedig vorgestellt. In Harald Szeemanns Ausstellung ‹d’apertutto› zeigte die 1970 in St. Petersburg geborene Künstlerin auf drei Monitoren Grillhendl beim Rösten. Zur Wienerwald-Werberin liess sich die in der Donaustadt lebende Russin allerdings nicht abstempeln. |
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Rosa Fell, rote Nase und eine
Schelle in den gelben Händen, so wackelt das Plüschhäschen auf uns zu.
Irgendwie putzig. Doch dann wird es von der Kamera gestoppt und scheuert
sein Brusthaar an der Linse des Objektivs. Von rechts nach links, von
links nach rechts. Endlos, bis der Loop der Videoprojektion frisch ansetzt
und das Spielzeugtier erneut auf die Kamera zukommt, scheinbar darin
verschwindet und zum kaum identifizierbaren haarigen Material wird.
Unterlegt ist die kurze Szene mit dem Titel ‹Solo› mit einfachster Musik,
wie die automatischen Reitschulen auf Kirchweihfestplätzen sie benutzen.
Kann ein kleines Spielzeug so grausam sein? Ist der Unterschied zwischen
dem harmlosen Massenprodukt und Allerweltmitbringsel auf der einen und der
romantischen Angst vor dem entseelten Menschen, den Automaten, wie sie
etwa E.T.A. Hoffmann prototypisch geschildert hat, auf der anderen Seite
so gering? Bis 8.7.2000 |
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| Ausgabe: | 07 / 2000 | |
| Ausstellung: | ( - ) | |
| Institution: | Kunstraum Walcheturm (Zürich) | |
| Autor/in: | Gerhard Mack | |
| Künstler/in: | Anna Jermolaewa | |