| Salzburger Nachrichten am 29. September 2005 - Bereich: KI
Haderer-Ausstellung in der Albertina
In der Wiener Albertina ist am Mittwoch ein neuer Sammelband des
oberösterreichischen Karikaturisten Gerhard Haderer präsentiert und eine
kleine Haderer-Ausstellung eröffnet worden. Beide heißen "Danke gut" und
sollen damit Antwort auf die ihm in letzter Zeit häufig gestellte Frage,
wie es ihm denn gehe, geben, meinte der Zeichner. "Gerhard Haderer ist für mich ein ganz großer Künstler", versicherte
Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bei der Vernissage. Schröder
sagte, er habe die Anfrage des Carl Ueberreuter Verlags für eine
Buchpräsentation zum Anlass genommen, ein Vorhaben nachzuholen, das er
seit seinem Amtsantritt hege, jedoch noch nie verwirklicht habe: auch
Ausstellungen von Karikaturisten und Cartoon-Zeichnern in dem Museum zu
präsentieren. Schließlich habe schon der Kunsthistoriker Ernst Gombrich
den Einfluss der Karikatur auf die Kunst hervorgehoben. Für die kleine Schau im Studio-Raum der Albertina wurden 47 Originale
ausgewählt, von deren Qualität sich Schröder begeistert zeigte: "Sie sind
erstaunlich in ihrer Präzision. Es fehlt ihnen jede Skizzenhaftigkeit." Im
Rahmen der Langen Nacht der Museen am 8. Oktober wird Haderer um 21.00 Uhr
und um Mitternacht live zum Zeichenstift greifen. In dem Buch sind "Die besten Zeichnungen der letzten zehn Jahre"
versammelt, und Ueberreuter-Geschäftsführer Fritz Panzer bedauerte es
sehr, dass der Zeichner meine, ein Sammelband pro Jahrzehnt reiche.
Schließlich verkauften sich seine Bücher bestens, zählten bei Buchmessen
stets zu den meist gestohlenen, und überhaupt sei Haderer "ein Glücksfall
für die Politik, die Medien, die Leser und natürlich auch für den Verlag."
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