Salzburger Nachrichten am 28. Dezember 2005 - Bereich:
2006 Ausstellungsreigen mit Rembrandt und Picasso

Mit einem weltweiten Ausstellungsreigen zwischen New York, Amsterdam, Madrid und Emden feiert die Kunstwelt 2006 die Geburtstage von zwei Giganten der Malerei. Den vor 400 Jahren geborenen Rembrandt ehren die Niederlande gleich ein ganzes Jahr lang mit 18 Präsentationen. Pablo Picasso, der vor 125 Jahren das Licht der Welt erblickt hat, steht besonders in den Madrider Museen im Mittelpunkt.

Höhepunkt des gerade eröffneten Rembrandt-Jahres dürfte die Gegenüberstellung von Meisterwerken des Niederländers mit den Bildern des frühbarocken Hell-Dunkel-Dramatikers Caravaggio ab 24. Februar im Rijksmuseum Amsterdam werden. Aber auch in Berlin sind herausragende Rembrandt-Werke unter dem Titel "Ein Genie auf der Suche" (4. August bis 5. November/Kulturforum) zu sehen. Emdens Kunsthalle und die Pinakothek der Moderne in München bescheiden sich im Frühjahr mit Grafiken Rembrandts.

Der Prado in Madrid verspricht als Sommerausstellung einen besonderen Blick auf die kunstgeschichtliche Bedeutung Picassos, dessen Werk auch in seiner Geburtsstadt Málaga und in Barcelona ("Picasso - Leidenschaft des Zeichnens") ausgebreitet wird. Im Whitney-Museum in New York eröffnet am 28. September die Schau "Picasso und die amerikanische Kunst".

Mit Ausstellungen zu Edvard Munch oder Robert Rauschenbergs revolutionärer Pop-Art wird die US-Metropole einmal mehr zum "must" für internationale Kunstpilger, die auch an die Gemäldeschauen für Holbein und John Constables in der Londoner Tate, dessen deutsch- romantischen Zeitgenossen Caspar David Friedrich im Essener Folkwang Museum (ab 5. Mai, anschließend Hamburger Kunsthalle) oder "Ingres" im Louvre (ab 22. Februar) sowie "Cezanne und Pissaro" im Musée d'Orsay denken sollten.