Artothek für zeitgenössische Kunst öffnet in OÖ
Zeitgenössische Kunst zum Ansehen, aber auch zum Ausleihen, gibt es künftig in der neuen Kunstsammlung des Landes Oberösterreich. 250 der 400 Exponate können gegen eine Gebühr im zweistelligen Eurobereich ausgeborgt werden. Der Leiter der Oberösterreichischen Landesgalerie, Martin Hochleitner, sieht darin keine Konkurrenz für den Kunsthandel, sondern ein Angebot für "Einsteiger".
apalinz
Die Kunstsammlung ist im Landeskulturzentrum Ursulinenhof angesiedelt, das Anfang Juni durch einen Großbrand schwer beschädigt wurde. Die beinahe fertige Kunstsammlung entging damals nur knapp dem Feuer. Eine gründliche Beschau durch Experten ergab, dass die Werke alles heil überstanden haben und so erfolgt - mit etwas Verspätung - am heutigen Donnerstagabend die Eröffnung. Die Errichtungskosten betrugen 500.000 Euro, durch das Feuer seien keine zusätzlichen Kosten entstanden, weil man die Untersuchung der Bilder auf Schäden mit eigenem Personal vornehmen habe können, erklärte Hochleitner.
Die Kunstsammlung beherbergt rund 400 Werke oberösterreichischer Gegenwartskunst aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Druckgrafik. Neben einem Schaulager gibt es auch eine Artothek. Dort können sich Einzelpersonen und Firmen Bilder gegen Gebühr und die Vorlage eines Ausweises ausleihen. Die Exponate sind dann versichert und man wird im fachgerechten Umgang mit den Leihgaben unterwiesen. Ein halbes Jahr dürfen die Kunstwerke dann an den Wohnzimmer- und Bürowänden bleiben, auch eine Verlängerung auf ein Jahr ist möglich.
Einen Überblick über den Katalog, der eine breite Palette von Christian Ludwig Attersee bis Othmar Zechyr bereithält, kann man sich auch im Internet (http.//www.diekunstsammlung.at) verschaffen.

















