| Salzburger Nachrichten am 8. Februar 2006 - Bereich: Kultur
Kurz gemeldet
Restitution I Die Niederlande geben den Erben des vor den Nazis geflohenen jüdischen
Kunsthändlers Jacques Goudstikker 202 wertvolle Gemälde zurück.
Goudstikker kam 1940 auf seiner Flucht vor den Deutschen ums Leben.
Mitarbeiter verkauften seine Sammlung weit unter Wert an
Reichsfeldmarschall Göring und den Geschäftsmann Alois Miedl. Nach dem
Krieg kam ein Teil der Bilder in den Besitz des niederländischen Staates,
von dem Goudstikkers Witwe die Rückgabe verlangte. Doch sie wurde
abgewiesen, weil der Verkauf an Göring juristisch einwandfrei gewesen
sei. Restitution II Im Fall der fünf zu restituierenden Klimt-Bilder aus der
Österreichischen Galerie Belvedere beraten die Erben noch über die weitere
Vorgangsweise. "Wir wissen noch nicht, was die nächsten Schritte sein
werden", erklärte Randol Schoenberg, der Anwalt von Bloch-Bauer-Erbin
Maria Altmann, am Montag auf Anfrage der APA. Den Besucheransturm, den das
Museum am Wochenende verzeichnete, wertet Schoenberg als "Zeugnis für die
Bedeutung der Klimt-Bilder und für die Kunstsinnigkeit der
österreichischen Bevölkerung". |