VN Do, 24.7.2003

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Weil Landschaft inspiriert

"art bodensee" wird mit Sonderausstellung von Künstlern aus dem Elsass eröffnet

Dornbirn (VN-cd) Vor zwei Jahren wurde die "art bodensee", die einzige Sommer-Kunstmesse Europas, ins Leben gerufen. Sie hat sich als gedeihendes Pflänzchen erwiesen, gehen die Verantwortlichen heuer doch davon aus, dass 9000 Besucher angelockt werden können.

Das wäre deutlich mehr als im Vorjahr. Bewusst klein gehalten wird die Anzahl der teilnehmenden Galerien und Institutionen an dieser von der Dornbirner Messegesellschaft ausgetragenen Veranstaltung. Fachbeiratsmitglied Albert Baumgarten (Galerist aus Freiburg) sieht in der Überschaubarkeit einen deutlichen Vorteil: "Die bewiesene Gelassenheit und Professionalität werden diese Messe weiterleben lassen." Gerold Hirn, Vorarlberger Vertreter im Beirat und ebenfalls Verfechter des "small is beautiful"-Konzepts, geht von einer deutlichen Profilierung der Messe am internationalen Kunstmarkt aus.

Etwa 3000 Exponate

Die dritte "art bodensee" (die von Freitag bis Sonntag für das Publikum zugänglich ist) bietet in einer Region mit einem errechneten Einzugsgebiet von (nur) 1,5 Millionen Menschen auf 5000 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 3000 Exponate von etwa 300 (in erster Linie zeitgenössischen) Künstlern.

Diesmal beteiligen sich etwa 50 Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Frankreich.

Geringe Fluktuation

80 Prozent der Aussteller sind der Messe treu geblieben, was - wie auch der Geschäftsführer der Dornbirner Messegesellschaft, Roland Falger, betonte Ö, eine geringe Fluktuation bedeutet.

Sonderschau

Die Sonderausstellung basiert heuer auf einer Zusammenarbeit der Stadt Dornbirn mit der elsässischen Stadt Selestat. Seit rund 20 Jahren existiert dort der "Fonds Regional d'Art Contemporain" (FRAC) zur Sammlung zeitgenössischer Kunst. Daraus konnte Kurator Harald Gfader schöpfen, um eine Sonderausstellung mit zwölf Positionen zusammenzustellen, die unter dem Titel "Ohne Grenzen" in der Tat ein grenzenloses, inspirierendes Thema präsentiert.

Dabei geht es um Landschaft an sich, um Anachronismen, um philosophische Fragen, die die Künstler aufwerfen. Nicht zuletzt um Gemeinsamkeiten, aber auch um die innere Landschaft und die Landschaft als Vorwand für erotische Themen. Sublimes und Opulenz ist zu erwarten und wird eingelöst.

Die "art bodensee" ist am Dornbirner Messegelände vom 25. bis 27. Juli, täglich, 14 bis 21 Uhr geöffnet. Internet: www.artbodensee.info

Anne Ferrer: "Fleur Accordéon", 1999. (Foto: FRAC)

Arbeiten von Tina Tahir (Fischerplatz-Galerie). (Foto: VN/Zellhofer)

Mit großer Befriedigung stellen wir fest, dass sich die Messe mehr und mehr profiliert.

GEROLD HIRN, FACHBEIRAT




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