
Weil: Kunst hin oder her, scheint man sich im Tempel der heimischen Binnenaquarianer gedacht zu haben, wir müssen auf uns aufmerksam machen, werben für die hoffentlich wieder genesenen oder ersatzweise lebend geangelten Haie, die hinter meterdickem Beton sonst gar keiner sieht. Und so geschah es.
Wer leitet, was "Haus des Meeres" heißt, kann sich durchaus als Hausherr fühlen. Und ein Hausherr kann schließlich seit immer schon mit seiner Fassade machen, was er will. Und Werbung ist immer gut. Und: Mir san mir!
Also, liebe Freunde der Unterwasserwelt: So diese Stadt noch irgendwie bei Sinnen ist, werdet ihr demnächst schon von Beamten Besuch bekommen, die ein wenig ranghöher sind als ihr. Die werden euch nahelegen, die Aufschrift zu entfernen. Solltet ihr euch weigern, wird's knapp in der Fischfutterkasse. (mm / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.11.2007)