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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
27. November 2006
15:07 MEZ
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Dialoge Festival 
Nie gezeigte Arnulf Rainer-Arbeiten in Salzburg
Die Internationale Stiftung Mozarteum präsentiert bildende Kunst rund um den vierten Teil des Experimentalfestivals "Dialoge" - Thaddäus Ropac eröffnet Personalia von Paul P.

Salzburg - Der vierte Teil des experimentellen Musik-Festivals "Dialoge" (1. 12. bis 5. 12.) trägt den Titel "Tod", und dem entsprechend präsentiert die Internationale Stiftung Mozarteum eine Arnulf Rainer-Ausstellung. In den Räumen des Museums "Mozart Wohnhaus" werden die dauerhaft ausgestellten Utensilien aus Mozarts Leben mit einer Reihe von düsteren Ölbildern von Arnulf Rainer ergänzt, die öffentlich bisher noch nie gezeigt wurden. Kuratiert wurde die Schau von Rainer-Galerist Thaddäus Ropac.

Zu sehen sind seit 25. November bis zum 21. Jänner 2007 eine Reihe von schwarzen Miniaturen in Öl, die die barocken Schauräume wie Pate-Bildchen säumen. Rainer hat sich Zeit seines Lebens wie kaum ein anderer österreichischer Maler mit dem Tod und mit Mozart beschäftigt. Er hat Fotos von Mozarts (mutmaßlichem) Schädel und von Mozart-Porträts übermalt. Auch das Kreuz - eine großformatige Arbeit aus dem Jahr 1992 ist ebenfalls in der Salzburger Ausstellung zu sehen - gehört zu Rainers zentralen Motiven.

Ropac und die Stiftung haben bewusst auf Bildhinweise und Erklärungen verzichtet. "Es geht um Irritation, wenn die Bilder nicht verstanden werden, so macht das nichts", so Ropac und Stefan Pauly, Geschäftsführer der Stiftung, bei der Ausstellungseröffnung. "Wir geben ein Rätsel auf, wer nach der Lösung fragt, hat sie bereits gefunden", erläuterten Ropac und Pauly, die vier Ausstellungen zum Mozartjahr in Salzburg gemeinsam präsentiert haben.

Ebenfalls heute, Samstag, eröffnet wurde eine Personalia mit 21 aktuellen Arbeiten des 29-jährigen kanadischen Künstlers Paul P. bei Ropac. Die von klassischer Skulptur und spät-romantischem Realismus beeinflussten Arbeiten mit Öl und Wasserfarbe sind dekorativ-kleinformatig und gefällig. Getragen wird Paul P´s. Arbeit, die bereits im Museum of Modern Art in New York präsentiert wurde, zudem von einer Prise gemäßigter Erotik und sinnlicher Leichtigkeit. Die Ausstellung bleibt bis zum 20. Jänner geöffnet. (APA)


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