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Referenz an die Malgeste

Wegen des derzeitigen Umbaus des Landesmuseums findet ferdinandeum video Nr. 16 mit Jeannot Schwartz am Museumsvorplatz statt.

INNSBRUCK. Der seit vielen Jahren in Tirol lebende Schweizer Jeannot Schwartz zeigt in der von Manfred Gsottbauer entworfenen Projektionsbox seine "Icon-Theater-Erprobungen". Diese sind ein 34 Minuten langes Video, in dem sich gemalte und fotografierte Bilder aneinander reihen, die die von Schwartz entwickelte "Icon"-Geste verbindet.

Schwarz setzt sich seit 1995 konsequent mit der in der Malerei verankerten Tradition des Porträts auseinander. Die von ihm entwickelte "Icon"-Geste suggeriert schemenhaft ein Gesicht, das der Künstler realen oder erfundenen Gesichtern einschreibt oder überblendet, wobei das Reale und das Gemalte sich reizvoll vermischen.
In einer zweiten Werkgruppe übersetzt Schwartz die "Icon"-Malgeste in die reale Greiftätigkeit der Hand. Vorbereitend dazu sind mehrere Greif-Stücke aus Ton entstanden, die den Hohlraum zwischen den greifenden Händen konkret darstellen.

Diese Greif-Stücke hat der Künstler einer Reihe von Freunden aus dem Tiroler Kulturleben in die Hand gegeben, um sie zu fotografieren. Das Ergebnis sind reizvoll aufschlussreiche Selbstinszenierungen, die viel über die Dargestellten und ihr Verhältnis zu ihrem Gegenüber erzählen.

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Tiroler Landesmuseum, Vorplatz, Museumstraße 15, Innsbruck; bis 28. Februar, täglich 16 bis 24 und 6 bis 9 Uhr
2003-01-30 15:20:32