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derStandard.at | Newsroom | Kultur | Bildende Kunst 
08. Juli 2009
14:00 MESZ

Legendäre Fabriksanlage, nicht zuletzt durch den Mai'68: Les Usines Renault inmitten der Seine


Jean Nouvel erhält Auftrag für die Renault-Insel
Umbau eines Industriedenkmals zu einem Zentrum für Kunst und Kultur im Pariser Vorstadt Boulogne-Billancourt

Nanterre - Nach jahrelangem Tauziehen soll der Stararchitekt Jean Nouvel die Bebauung einer Seine-Insel bei Paris in die Hand nehmen. Sein Entwurf für das Gelände einer ehemaligen Renault-Fabrik sei als überzeugendster von sechs Vorschlägen ausgewählt worden, teilte die Pariser Vorstadt Boulogne-Billancourt am Dienstagabend mit.

Aus der Insel soll nun bis 2014 oder 2015 ein Hort für Kunst und Kultur werden. Geplant sind Galerien sowie Hotels und Wohnungen für Künstler, ein Musikinstitut und ein Haus für zeitgenössische Kunst. In Paris hat Nouvel unter anderem bereits das Institut der Arabischen Welt und das Museum für außereuropäische Kulturen am Quai Branly entworfen.

Boulogne-Billancourt hofft, dass die 11,5 Hektar große Insel westlich von Paris damit auch zu einer Touristenattraktion vor den Toren der Hauptstadt wird. Auf der Insel wollte ursprünglich der französische Milliardär François Pinault seine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst ausstellen. Verärgert über jahrelange Verzögerungen kaufte er stattdessen in Venedig das Palazzo Grassi und zeigte seine Kunstwerke jetzt dort der Öffentlichkeit. (APA)

 

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