Wie die Kunstplattform "basis wien" am Montag mitteilte, ist die Kunsthistorikerin und Kuratorin Lioba Reddeker tot. Reddeker, die das Team der Plattform leitete, starb am Samstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 50 Jahren in Wien. Seit 2005 war sie die künstlerische Leiterin des Kunstprogramms HangART-7 in Salzburg.
Reddeker wurde 1961 im deutschen Hövelhof geboren. Nach ihrem
Studium - Kunstgeschichte, Germanistik und Publizistik an den
Universitäten Bonn und Münster - zog sie 1988 nach Wien. In der
Bundeshauptstadt arbeitete sie für Galerien und Projekte der
zeitgenössischen Kunst. Von 1993 bis 1998 leitete sie in Deutschland
und Österreich Forschungsprojekte zu Themen wie Produktion und Sammeln
von zeitgenössischer Kunst.
Von 1997 bis 2000 war sie
Bundeskunstkuratorin und gründete in dieser Funktion 1997 das
Dokumentationszentrum für zeitgenössische Kunst "basis wien - Kunst,
Information und Archiv", das unter ihrer Führung an mehreren
internationalen Projekten zur digitalen Archivierung von Kunst
beteiligt war.
Reddeker unterrichtete anschließend, von 2003 bis 2007, Kulturmanagement an der Fachhochschule Kufstein und hielt Vorlesungen an der Kunstuniversität Linz. Anfang 2005 wurde sie künstlerische Leiterin des Programms HangART-7 in Salzburg. Seither realisiert sie 18 Ausstellungen mit Beteiligten aus zahlreichen Ländern von Spanien über Südafrika bis Island.
Artikel drucken