Reaktionen zum Tod von Alfred Hrdlicka
"Mit Alfred Hrdlicka ist ein großer Künstler
verstorben, dem ich auch persönlich sehr verbunden war und dem ich
viele interessante Begegnungen und Erläuterungen seines Werkes
verdanke. Sein Werk, das auch international höchste Beachtung erlangte,
war immer künstlerisch und politisch geprägt und von gesellschaftlichen
Idealen erfüllt."
Bundespräsident Heinz Fischer
*
"Sein Eintreten gegen Leid, Angst und Bedrohung und für die sozialen
und politischen Rechte der Menschen ist ebenso mit seinem Schaffen
verbunden wie sein Kampf gegen Krieg, Gewalt und Faschismus mit
künstlerischen Mitteln. Österreich verliert mit Alfred Hrdlicka nicht
nur eine herausragende Persönlichkeit der Kunst, sondern auch einen
Streiter, eine laute Stimme für eine bessere Welt".
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ)
*
"Wir verlieren mit Hrdlicka einen bedeutenden Künstler, der mit
seinen Werken durch eine starke Bildsprache zu einem Warner vor Gewalt
wurde."
Innenministerin Maria Fekter (ÖVP)
*
"Durch seinen Tod verliert Österreich einen seiner bedeutendsten,
aber auch einen seiner unbequemsten Künstler. Sein künstlerisches
Vermächtnis sind zahlreiche grafische Werke, Skulpturen und Plastiken,
die uns allen erhalten bleiben und Zeugnis seines ausgeprägten
Charakters sind."
Kultursprecher der ÖVP Wien, Franz-Ferdinand Wolf
*
"Er hat dazu beigetragen, dass die Verbrechen des
Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten - so wie seine
antifaschistische Haltung in allen seinen Arbeiten klar zum Ausdruck
kam."
Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ)
*
"Wien verliert einen großen Künstler und eine starke Stimme gegen
den Faschismus. Er zählt über die Landesgrenzen hinaus zu den
bedeutendsten Realisten der Bildhauer-Kunst der Gegenwart". "
Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ)
*
"Mit Alfred Hrdlicka ist der wahrscheinlich wichtigste Repräsentant
einer Kultur gestorben, für die Malerei und Bildhauerei Mittel sind, um
politische Inhalte zu formulieren. In vielen agitatorischen
Auseinandersetzungen hat er dem modischen Kunstgetue eine Abfuhr
erteilt. Mit ihm ist ein Fels und ein Beispiel im Kampf gegen
Faschismus und nationalen Sozialismus untergegangen."
Grünen-Kultursprecher Wolfgang Zinggl
*
"Das Werk Alfred Hrdlickas sorgte stets für Auf- merksamkeit in der
Öffentlichkeit. Sein offenes, streitbares Wesen polarisierte. Sein
Naheverhältnis zum Kommunismus kam vom Herzen und war nicht an den
Zeitgeist gebunden. Sein Werk, das sowohl massive Kritik als auch
Bewunderung auslöste, wird weiterhin von der Vitalität seines Schaffens
zeugen."
Freiheitliche Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner
Printausgabe vom Montag, 07. Dezember 2009
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