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| 14.03.2005 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Neue Sammlung: Der Wurm in der "Titanic" | ||
| VON ALMUTH SPIEGLER | ||
| T-Mobile Österreich will sich für zeitgenössische Kunst engagieren. | ||
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Erste Beschwerde-Briefe von Mitar beitern gab es bereits.
Georg Pölzl, Vorsitzender der T-Mobile-Austria- Geschäftsführung, lächelte
nur milde. Man werde sich eben daran gewöhnen müssen, dass bei
Video-Konferenzen im Hintergrund ein Bild von Elke Krystufek zu sehen ist.
Dabei ist es ohnehin ein recht harmloses Selbstporträt der etwas
exhibitionistisch veranlagten Künstlerin, stellt man beim Rundgang durch
die Konferenz-Ebene von Günter Domenigs spektakulärem T-Center in St. Marx
fest. "Titanic" wird der Neubau, der eigentlich an einen "Flügelschlag"
erinnern sollte, unter der Hand genannt. Das hielt bisher aber "schon ein
paar Tausende" nicht davon ab, sich durch das Haus führen zu lassen,
erzählt Pölzl stolz.
In Zukunft werden Architektur-Aficionados hier auch auf
zeitgenössische bildende Kunst stoßen. Die Österreich-Tochter des
deutschen Kommunikationsunternehmens möchte sich neben Sport-Sponsoring
jetzt verstärkt in der Kultur einen Namen machen. Eine Kunstsammlung soll
aufgebaut werden, beraten lässt man sich dabei von den Spezialisten bei
"art:phalanx". Für Ankäufe stehe pro Jahr ein "sechsstelliger Euro-Betrag"
zur Verfügung, so Pölzl. Sehr ungewöhnlich ist die angepeilte Programmatik
dieser Sammlung zwar nicht - jung und österreichisch soll es werden, alle
Medien sind erwünscht. Ungewöhnlich aber ist sehr wohl die Vorgehensweise.
Denn bevor noch irgendetwas angekauft ist, prangen bereits 80, teils
großformatige Bilder und Fotografien von u. a. Erwin Wurm, Edgar
Honetschläger, Eva Schlegel, Muntean/Rosenblum an den Wänden der
Konferenzräume. Alles Leihgaben von Galerien und Künstlern, die ihre
Arbeiten bis Dezember 2005 für einen eher symbolischen
"Administrations-Beitrag" zur Verfügung stellen. In der Hoffnung
natürlich, dass davon, wie angekündigt, etwas erworben wird. Trost gibt es
für manchen dann vielleicht vom neuen "T-Mobile Award", ein mit 15.000
Euro dotierter Kunstpreis für in Österreich lebende, unter 45 Jahre alte
Künstler. Im September soll er das erste Mal vergeben werden, abgesichert
von zwei Experten-Jurys, darunter die Chefin der Generali-Foundation,
Sabine Breitwieser und Rainer Fuchs, Vize-Direktor des Mumok.
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