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vom 31.08.2007 - Seite Festival
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"Open House" im Museum der Zukunft
Am 5. September, von 10 bis 19 Uhr, präsentiert das Ars Electronica Center dem oberösterreichischen Publikum spannende neue Installationen - bei freiem Eintritt.
Ob Visualisierung von Düften, mit Rauch gefüllte Seifenblasen oder eine magische Lichtkugel - zu sehen sind künstlerische Projekte, die neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Mensch und Computer aufzeigen, sagt die Leiterin des Ars Electronica Centers, Nicoletta Blacher. Hier ausgewählte Beispiele:
SaveYourSelf!!!
Durch eine leichte Stimulation über Elektroden, die an einem Kopfhörer angebracht sind, wird das im Innenohr sitzende Gleichgewichtsorgan gestört. Der Besucher trägt ein Gefäß mit Wasser, auf dem ein mit einem Beschleunigungssensor versehener PDA schwimmt.
In direkter Abhängigkeit von der Bewegung des Wassers im Gefäß erfolgt eine Irritation des Gleichgewichtssinns, die den User gehörig ins Schwanken bringen kann. (Hideyuki Ando, Tomofumi Yoshida, Junji Watanabe)
Diorama Table
Diorama Table bietet neue Möglichkeiten, mit virtuellen Bildern und Alltagsgegenständen zu experimentieren. Besucher platzieren alltägliche Objekte wie Tassen, kurze Seile oder Lutschbonbons auf dem Table. Sofort werden diese Objekte in die virtuelle Umgebung integriert: Seile verwandeln sich etwa in Zuggleise, auf denen virtuelle Züge fahren. Häuser, Bäume oder ein Teich entstehen rund um Gabeln oder eine Untertasse. Reale Objekte und Bilder aus dem Reich der Phantasie verschmelzen so miteinander (Keiko Takahashi).
s.h.e.
Fünf Computerbildschirme, die in einigem Abstand voneinander montiert sind, und der Platz zwischen den Screens bilden die Umgebung für animierte 3D-Charaktere. Die Figuren wandern von Screen zu Screen, wobei sie auch die Zwischenräume durchschreiten. Virtueller und echter Raum überschneiden sich scheinbar. Indem die Besucher den virtuellen Charakteren auf Augenhöhe begegnen, wird ein Kommunikationsraum geöffnet, der sich durch Soundeffekte wie z. B. Klopfgeräusche weiter verdichtet (Natasa Teofilovic).
Phantasm
Mithilfe einer Lichtkugel können BesucherInnen phantastische Räume gestalten.
Bläuliches Licht, Schmetterlinge und flüchtige Melodien erscheinen, wenn man die Lichtkugel im Raum bewegt. Wird die Kugel mit der Hand abgedeckt, verändern sich die Projektionen oder verschwinden ganz (Takahiro Matsuo).
chic-o-mat
Mithilfe des "chic-o-mat" können Besucher ihr Aussehen, Alter und Geschlecht virtuell verändern. Dazu wird ein automatisch erstelltes Selbstporträt mit dem Bild einer anderen Person überlagert. Als würde man in einen Spiegel blicken, begegnet man plötzlich einem bekannten und gleichzeitig doch fremden Gesicht.
Die Mitspielenden werden so auf eine persönliche und interaktive Art zu Forschern an Identität, Differenz und Repräsentation (Kate Burgener, Juerg Luedi, Michael Nussbaum).
Bubble cosmos
"bubble cosmos" zaubert durch die Projektion von Computergrafik-Bildern farbenfrohe visuelle Effekte auf echte Seifenblasen, die mit Rauch gefüllt sind.
Bei Berührung zerplatzen die Blasen, Klangeffekte werden erzeugt, und ein anderes Bild kommt zum Vorschein. Ein ästhetisch ansprechendes interaktives Display, das haptische Erlebnisse ganz spielerisch mit der Flüchtigkeit von Seifenblasen verbindet (b.c.p.).
hanahana
"hanahana" ist eine interaktive Installation, die Düfte in Echtzeit erkennt und visualisiert. Das Wort "hana" hat im Japanischen zwei Bedeutungen: Es bezeichnet einerseits das Sinnesorgan Nase und andererseits eine duftende Blume. "hanahana" - eine Zusammensetzung aus beiden Wörtern - visualisiert flüchtige Duftbotschaften. Je nach erkanntem Duft werden unterschiedliche Blumen und Schmetterlinge an die Wand projiziert. Chikamori Motoshi, Kakehi Yasuaki, Kunoh Kyoko (JP)
Slot Machine Drawing
Ein Screen wird zur rotierenden Leinwand, einfache Strichzeichnungen zu kunstvollen Bildern und Textildesign. BesucherInnen können die Leinwand nach oben oder unten rotieren lassen und die Rotationsgeschwindigkeit und -richtung über einen Hebel selbst bestimmen. Mit einem stempelartigen Stift können Serien kleiner Figuren angefertigt werden, die beim Rotieren wie ein Ausschnitt aus einer Animation wirken. Eisuke Kusachi, Junji Watanabe (JP)
Digitale Pheromone. Selbstorganisation in Straßenverkehrsnetzen
Ameisen hinterlassen auf ihrer Futtersuche Duftstoffe (Pheromone), die ihren Artgenossen den kürzesten Weg zur Nahrungsquelle weisen. Diese kollektive Intelligenz von Ameisenkolonien wird aufgegriffen, um das Verkehrsaufkommen zu verteilen und die Streckenführung einzelner Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Als "Digitale Pheromone" dienen Datenströme auf der Basis von Durchgangszeitberechnungen, die in eine sich ständig aktualisierende virtuelle Straßenkarte eingespeist werden.
Credits:
Institut für Wirtschaftsinformatik - Software Engineering at the Johannes
Kepler University of Linz
Siemens Corporate Technology in cooperation with Johannes Kepler University Linz: Institut für Wirtschaftsinformatik - Software Engineering, Institut für Pervasive Computing and Ars Electronica Futurelab
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Spacequatica
The Sancho Plan (UK)
<http://www.thesanchoplan.com/>
Dass Geschichten durch Echtzeit-Interaktion zwischen Musik, Film & Animation und Live-Performance erzählt werden können, zeigen The Sancho Plan mit dieser Arbeit. BesucherInnen steuern über ein elektronisches Schlagzeug die Laute und Bewegungen von Meeresbewohnern und machen gemeinsam mit Schwärmen exotischer Kreaturen eine 3D-Reise in die Tiefen des Ozeans.
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Bubble cosmos
b.c.p. (JP)
"bubble cosmos" zaubert durch die Projektion von Computer-Grafik-Bildern farbenfrohe visuelle Effekte auf echte Seifenblasen, die mit Rauch gefüllt sind. Bei Berührung zerplatzen die Blasen, Klangeffekte werden erzeugt und ein anderes Bild kommt zum Vorschein. Ein ästhetisch ansprechendes interaktives Display, das haptische Erlebnisse spielerisch mit der Flüchtigkeit von Seifenblasen verbindet.
Credits:
b.c.p. (Junichi Hoshino, Kazuhito Shiratori, Nakamura Masatoshi, Inaba Go, Tamaoki Jun)
Universität von Tsukuba, Japan
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Ene-geometrix
Masato Sekine (JP) oder Semine
Mithilfe eines flüssigen Wärmekonvektionsphänomens entstehen nach zwei Prinzipien verschiedene Muster. Das eine basiert auf einem künstlichen Erwärmungsvorgang, das andere auf Selbstorganisation. Je nach Temperaturzustand der Flüssigkeit und ihrer Umgebung entstehen an der Oberfläche Muster, die sich gegenseitig beeinflussen und verändern.
Peltier-Module im Gehäuse erhitzen eine Flüssigkeit. Ist die Temperatur zwischen Flüssigkeit und Umgebung gleich hoch, so entsteht ein stabiles Linienmuster auf der Flüssigkeitsoberfläche. Entsteht ein Wärmeungleichgewicht, wird das zuvor stabile Muster durch die Kraft der Selbstorganisation durch andere Muster ausgelöscht.
Peltier-Module, die entweder kühlen oder heizen können, werden innerhalb des Gehäuses in einem Raster angeordnet;
*Ene-geometrix* erzeugt mithilfe eines flüssigen Wärmekonvektionsphänomens Hüllkurven. Die Muster entstehen in *Ene-geometrix* nach zwei Prinzipien. Bei dem einen handelt es sich um einen künstlichen Erwärmungsvorgang und beim anderen um Selbstorganisation, eine Eigenschaft der natürlichen Welt.
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Roermond-Ecke-Schönhauser
Markus Kison (DE)
Webcam-Bilder verwandeln sich in dieser Arbeit in die Live-3D-Darstellung des gefilmten Objektes. Mit einem Beamer werden Webcam-Streams über eine Spiegelkonstruktion auf das Modell eines ausgewählten Ortes, z.B. eines Gebäudes, projiziert. Es entsteht das "Live-Modell" einer entfernten Welt, die BesucherInnen dreidimensional sehen und anfassen können. Im konkreten Fall wird der Baufortschritt des neuen Ars Electronica Center in Form einer Live-Miniatur erfahrbar gemacht.
Dadurch wird die Bildinformation wieder auf den gleichen geometrischen Formen abgebildet, von denen sie abgefilmt wurde.
a) einerseits der grundgedanke des projekts übertragung von bewegung aus dem realen raum auf ein 3d modell oder so
b) diese idee zur präsentation der verbindung der aec baustelle mit dem derzeitigen standort als art work in progress
indem das 3d Modell entsprechend dem baufortschritt adaptiert wird.
"Interaktive Szenarien, die für die Besucher einen vielfältigen Einstieg in die neuen Möglichkeiten fast fließender Übergänge zwischen realer und virtueller Welt bieten"
NICOLETTA BLACHER
Leiterin des AEC
Save yourself Foto: Hideyuki Ando, Tomofumi Yoshida, Junji Watanabe
chic-o-mat: Wie siehst du als junger Mann oder als alte Frau aus?
Foto: Burgener, Luedi, Nussbaum
Im "bubble cosmos" Foto: b. c. p. |
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