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"Horizon Field"

Gormley-Installation dokumentiert

21. Juni 2011, 14:14
  • Artikelbild: Antony Gormley und einer seiner Abgüsse - Foto: APA/EPA/ENNIO LEANZA

    Antony Gormley und einer seiner Abgüsse

Buch und Film von Winfried Nußbaummüller der Öffentlichkeit vorgestellt

Bregenz - Die in Vorarlberg umgesetzte Landschaftsinstallation "Horizon Field" des britischen Künstlers Antony Gormley hat europaweit für positive Schlagzeilen gesorgt. Nun sollen ein Dokumentarfilm und ein Katalogbuch weitere interessante Einblicke in dieses Werk von Gormley geben, das in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz (KUB) entstand. Film und Buch wurden am Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die alpine Installation - die seit August 2010 zu sehen ist und noch bis April 2012 bestehenbleibt - umfasst 100 lebensgroße Abgüsse von Gormley, die alle auf exakt 2.039 m über dem Meeresspiegel postiert und über 150 Quadratkilometer im Siedlungsgebiet der Walser (hinterer Bregenzerwald, Kleinwalsertal, Arlberggebiet und Klostertal) verteilt wurden. Der Abstand zwischen den einander nicht zugewandten Objekten schwankt zwischen 60 Metern und mehreren Kilometern. Die wesentliche Aussage dieser Arbeit besteht für Gormley darin, eine Verbindung herzustellen "zwischen dem, was greifbar, wahrnehmbar und vorstellbar ist". "Horizon Field" stelle grundlegende und im Kern philosophisch-religiöse Fragen: "Wer sind wir, was sind wir, wo kommen wir her und wohin führt unser Weg?".

Installation im Wandel der Jahreszeiten

In seinem Film hat KUB-Kunstvermittler Winfried Nußbaummüller eine umfassende Projektdokumentation erarbeitet. Herzstück des Films ist dabei die Darstellung der verschiedenen Standorte von "Horizon Field" im Wandel der Jahreszeiten und Wetterstimmungen. Ein buntes Spektrum an persönlichen Stimmen bietet der Abschnitt zur Standortsuche, zum Aufbau und zur Eröffnungsfeier, und auch Gormley selbst kommt zu Wort. Die Autoren des Katalogbuchs - Ex-KUB-Direktor Eckhard Schneider, der die Gormley-Ausstellung im KUB im Jahr 2009 initiierte, Martin Seel und Beat Wyss - widmen Gormleys Projekt Essays, die von großzügig präsentierten Aufnahmen der Landschaftsinstallation und Abbildungen früherer Werke des Künstlers begleitet werden.

Die Zahl der Besucher, die "Horizon Field" gesehen haben, ist nicht messbar. Allerdings lassen laut KUB die Seitenaufrufe der "Horizon Field"-Webseite den Rückschluss auf "nachhaltiges Interesse" an dem Projekt zu. Landkarte, Standorte der Eisenskulpturen und auch Wandervorschläge würden stark abgefragt. In den Medien gab es Beiträge von ORF, ZDF oder auch BBC, ausführliche Zeitungsartikel erschienen unter anderem in der "Süddeutschen Zeitung" und in britischen Qualitätsmedien. (APA)

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derStandard.at/Kultur auf Facebook
22.06.2011 10:53
Gratulation, Winfried Nussbaummüller!

Sehr gut gemacht, dieser 50 min- Film, sehr gefühlvoll und hintergründig - aber auch mit einigen Passagen zum Schmunzeln - Kunst muss nicht immer todernst sein - auch wenn sie ernst gemeint ist (so ungefähr beantwortet ein tief bewegter Anthony Gormley eine Frage bei der Diskussion zum Humor in seiner Arbeit)
Der Film versucht aber erst gar nicht, einen realen Besuch bei den Eisenmännern zu ersetzen - aber er macht Lust darauf!

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