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Raum aktueller Kunst. In der Auslage eine Skyline aus
grünem Neon, dazu ein Dialog. Y fragt J: "Ist es nicht schön da draußen?"
Das Draußen ist eine graue Straße mit parkenden Autos, die irgendwo sein
kann. J ist Jun, Y ist Yang. Und Jun ist Yang. Beide Egos sind zugleich
Wiener und doch nicht. Solche aus doppelter Identität resultierende
Ambivalenzen umkreist der gebürtige Chinese in seinen neuesten Objekten.
Kleinstädtische Landschaft, gebaut aus Modellbahnzubehör und weißen
Platten, ist ein Leitmotiv. Dazu Erinnerung an die Heimat und Erzählungen.
Soweit, so romantisch. Eine Video- und eine Wandinstallation stellen klar,
wie trügerisch Heimatidylle sein kann (I., Eschenbachg. 11, bis
15. März).
Galerie Georg Kargl. Unter dem Titel "Re-produktion 2"
versammelt der Künstler Thomas Locher, der hier als Kurator fungiert,
einige Dutzend Arbeiten von Künstlern, die den ökonomischen Begriff in
unterschiedlicher Weise thematisieren. Richard Artschwager etwa hat früh
schon Produktwelt und Alltagskultur thematisiert. Hier ist er mit einem
Multiple in Form einer Transportkiste vertreten. Postmoderne wie Sherry
Levine, Stephen Prina, Simon Linke enterten zwecks dekonstruktivistischer
Aneignung die Kunstgeschichte. Cerith Wyn Evans spiegelt in
distinguiert-poetischen Objekten Raum wie Betrachter. Ines Lombardi
reproduziert in immer neuen Werken ihr eigenes Schaffen. Dazu eine Menge
guter Multiples und Editionen von Marcel Broothaers, Gerwald Rockenschaub,
Buckminster Fuller, Dan Graham und vielen mehr. Exquisit! (IV.,
Schleifmühlgasse 5; bis 29. März) Galerie Hohenlohe & Kalb.
Von der Geburt der Poesie aus der Aktionskunst erzählt Rudolf Polanszky in
seiner aktuellen Präsentation. Gleich zur Einstimmung empfängt den
Besucher ein Ensemble neuer Objekte aus der "Federnserie": Objekte aus
Abfällen: Schaumgummi, Federn und Farbe. In Stufe zwei verhandelt ein
tachistisch anmutendes Riesengemälde nebst Video, was Malerei mit einer
Eisenfeder und diese wiederum mit einem Künstlerhintern zu tun haben kann,
wenn die eine unter den andern geschnallt zum Katapulthocker und die
Pinselschläge zur Niederschrift des Künstlertanzes werden. Krönendes
Finale: Polanszkys Fortsetzung des "musikalischen Affen", eine
Dokumentation über Mensch und Tier, Gedächtnis und Musik, Kreativität und
Kunst. Existentiell! (I., Bäckerstraße 3; bis 7. März).
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