Ohne Blutspuren

Die Landesausstellungen hätten sich "totgelaufen", zumal man in Zukunft mit dem Kunsthaus "so etwas wie eine permanente Landesausstellung" habe, so Gerhard Hirschmann.


Der steirische Kulturlandesrat Gerhard Hirschmann (VP) zog Ende Juni Bilanz über die ersten 18 Monate seines Wirkens. Er verwies besonders auf die erfolgreiche Umstrukturierung des Landesmuseums Joanneum sowie die bevorstehende Umwandlung von "Theater, Graz" in eine Gesellschaft.

Außerdem sprach sich Hirschmann einmal mehr gegen Landesausstellungen aus: "Das hat sich totgelaufen", so der Kultur-Landesrat. Es sei gelungen, eine "zukunftsweisende Konstruktion" rund um das Joanneum zu errichten. Die Umwandlung in eine GesmbH habe zudem "keine Blutspur hinterlassen", so Hirschmann.

Endgültiges Aus 2006

Das endgültige Aus verkündete Hirschmann für die Landesausstellungen, die mit Ausnahme von heuer noch bis einschließlich 2006 stattfinden werden. Nach Piber (2003), Flavia Solva (2004), Bad Aussee (2005) und Bruck (2006) "ist dann wirklich Schluss".

Theater-Umstrukturierung

Gerhard Hirschmann / ©Bild: APA
Gerhard Hirschmann / ©Bild: APA
Die bevorstehende Umstrukturierung der Grazer Bühnen gewährleiste ein "Optimum an Flexibilität", meinte der Landesrat über sein jüngstes Projekt. Von der Intendantin Karen Stone und von Schauspieldirektor Matthias Fontheim erwarte er sich "formale Zustimmung und optimale und maximale Umsetzung dieser Möglichkeiten", stellte Hirschmann unmissverständlich klar.

Stärkere Unterstützung durch das Landeskulturbudget soll in Zukunft den freien Gruppen sowie den Regionalinitiativen zuteil werden, erklärte Hirschmann.

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