| Salzburger Nachrichten am 25. April 2005 - Bereich: KI
Zufriedenheit nach erster Kunstmesse viennAfair
10.600 Besucher haben die am Sonntag zu Ende gegangene erste
"viennAfair"-Kunstmesse im Wiener Messezentrum besucht. Die Zahlen liegen
zwar ein wenig unter jenen der im MAK stattfindenden "kunst wien" der
vergangenen Jahre, dennoch zogen nicht nur die Organisatoren, sondern auch
Galeristen eine positive Bilanz: Neue Kontakte konnten geknüpft werden und
die Verkäufe waren zufrieden stellend. Über die Besucherzahl zeigte sich Karin Tonhauser, Projektleiterin der
viennAfair, im Gespräch mit der APA "sehr froh": "Es war das 'Who is Who'
der österreichischen Kunstszene vertreten, auch viele private Sammler
waren da. Das bisherige Feedback der Galeristen ist sehr positiv, und
unser Eindruck ist, dass einiges den Besitzer gewechselt hat." Für die
Veranstalter handelte es sich um "eine glückliche Startveranstaltung mit
allenfalls kleinen Kinderkrankheiten." Beim Rundgang am Sonntag waren nicht nur zahlreiche rote Punkte ein
deutlicher Hinweis für gelungene Verkaufsabschlüsse, auch im persönlichen
Gespräch zeigten sich etliche der heimischen Galeristen zufrieden. "Die
Messe hat alle meine Erwartungen übertroffen", freute sich etwa Ernst
Hilger. Dagmar Chobot lobte die sehr gute Betreuung vor allem der
internationalen Sammler. "Es war eindeutig mehr ein Fachpublikum als ein
Massenpublikum", meinte sie, "wir haben nur teurere Arbeiten verkauft." So
habe etwa bei Walter Moroders Skulpturen (mit einem Preisniveau von 17.000
Euro) ein wahrer Käufer-Andrang geherrscht. "Es war gut, aber nicht sehr
gut", zeigte einzig Georg Kargl eine gewisse Reserviertheit. Auch bei internationalen Galeristen wurde positiv bilanziert: "Mein
Resümee ist sehr positiv", meinte etwa Michael Schultz aus Berlin. "Ich
habe acht Bilder um insgesamt knapp 100.000 Euro verkauft, davon
mehrheitlich an Österreicher. Die Messe hatte interessante Besucher und
bot eine gute Qualität von Kunstwerken. Die Organisation war trotz
Premiere in Ordnung." |