
Flecker sagte, man habe erst eine Einigung mit dem VP-Landtagsklubchef Christopher Drexler erzielt. Drexler war ein scharfer Kritiker des ursprünglichen Flecker-Projekts gewesen, hatte aber stets betont, sich zu einer Lösung für Joanneum und der im Komplex ebenfalls untergebrachten Landesbibliothek zu sein. Eine Überprüfung des Landesrechnungshofs hatte schließlich zu hohe Kosten prognostiziert, weshalb das erste Vorhaben vorerst gestoppt worden war.
Schützenhöfer, der zusammen mit Flecker die Einigung in diesen Tagen erzielt hatte, sprach von einem "redimensionierten Projekt von hoher Qualität". Der Kulturreferent hatte zuvor den Auftrag an das Architektenteam gegeben, Veränderungen an den Plänen vorzunehmen. Das Resultat ist eine Verringerung der Ausstellungsfläche um 400 Quadratmeter, der Verzicht auf den Ausbau des Dachbodens des Objektes in der Raubergasse sowie ein Verzicht auf eines der vorgesehenen Untergeschoße. Die dort zur Unterbringung vorgesehenen Archivstücke des Landesmuseums sollen in ein externes Gebäude übersiedelt werden. Dieser ursprünglich vorgesehene "Tiefspeicher" soll nun auf einer Landesimmobilie aus bestehendem Bestand gebaut oder neu errichtet werden - dort soll auch ein Studiums- und Sammlungszentrum entstehen. Die Kosten sind in den 38,1 Mio. Euro enthalten.
Man habe die Kosten um rund 22 Prozent reduzieren können, freute sich Schützenhöfer: "Das kann man dem Steuerzahler zumuten. Wir waren immer für eine nachhaltige Sicherung der Landesbibliothek und eine Sanierung des Museums". Der Startschuss könne sofort erfolgen, sagte Flecker. Ein formaler Beschluss der Landesgremien sei noch vor Weihnachten möglich. Auch der Fertigstellungstermin zum 200-Jahr-Jubiläum des Landesmuseums Joanneum im Jahr 2011 sei noch möglich. (APA)