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05. August 2009
16:05 MESZ
Qual des Ersatzlagers
Albertina: Besucherrückgang und Sorgen um Kosten

Wien - "Die Kosten bereiten mir großes Kopfzerbrechen" : Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder sorgt sich um die infolge des Wassereinbruchs im Juni anfallenden Mehrkosten. Obwohl das Kulturministerium versichert habe, dass bei der Sicherung der Kunstschätze nicht gespart werden müsse, bangt Schröder, auf dem Mehraufwand sitzenzubleiben.

Und dieser ist beträchtlich. Allein die bisherige und mit 80 zusätzlichen Mitarbeitern bewältigte Evakuierung, Überprüfung und Einquartierung der Sammlung in der Basteihalle verschlang nach Angaben Schröders eine Million Euro. Allerdings sind zukünftige Kosten für den Betrieb der Ersatzdepots noch nicht eingerechnet.

Denn diese könnten sogar ungenutzt bleiben: Schröder macht den Abtransport in die Zusatzlager von der Restaurierung des Tiefspeichers abhängig. Ist diese binnen vier Monaten abgeschlossen - so lange wäre aus konservatorischer Sicht die Verwahrung in der Basteihalle vertretbar - und die Basteioberfläche nicht schadhaft, bleiben die Kunstwerke. Den immensen Kosten steht gleichzeitig ein Rückgang der Besucherzahlen um rund 20 Prozent gegenüber. Umsatzeinbußen sind auch durch die Absagen der Ausstellungen von Georg Baselitz und Damien Hirst zu erwarten. (kafe, APA / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.8.2009)

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