



Djurbergs Themen: Lust und Angst.

Betritt man Raum 4 der Ausstellung, wird man unvermittelt an Roman Polanskis schrulligen Horrorklassiker Tanz der Vampire erinnert. Nämlich an jene Ballsaal-Szene, in der sich tanzende Vampirpaare dicht an dicht drängen, die großen Spiegel an den Wänden jedoch einen leeren Raum zeigen.
Die Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger (geb. 1968) zaubert den umgekehrten Effekt. Im leeren Raum steht, einzig flankiert von einer ausgeknipsten Stehlampe, der Möbelklassiker Eames Lounge Chair. Sessel und Lampe werfen geheimnisvolle Schatten an die Wand. Die Schattenlampe verströmt angenehmes Licht, und im Schattenmöbel hat es sich ein mit dem Fuß wippender Schattenmensch behaglich gemacht. Das Geheimnis: gut versteckt in einer Kaminattrappe sorgt ein Videobeamer für die vermeintlichen Schatten.
Die Galerie im Taxispalais präsentiert unter dem Titel Anonyme
Skulpturen das flüchtige Videobild und seine Präsenz als Skulptur. Die
Ausstellung (in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Krefeld) knüpft an
eine Schau im Kölnischen Kunstverein an: 1989 tauchte dort in einem
Überblick über Videokunst der Begriff Videoskulptur erstmals auf. Im
Internetzeitalter arbeiten Künstler wieder vermehrt mit dem Medium
Video und vergleichbaren Darstellungsformen. Grund dafür sind nicht
zuletzt ausgereifte technische Möglichkeiten wie Softscreens,
LCD-Monitore oder Projektionen in Kinoformat.
Die Arbeiten von zehn
internationalen Künstlern (Nathalie Djurberg, Matias Faldbakken,
Aernout Mik, Tony Oursler u. a.) sind absolut sehenswert. (dns/DER
STANDARD, Printausgabe, 20. 4. 2011)
Innsbruck, Galerie im Taxispalais, Di-So 11-18, Do 11-15. Bis 1. Mai
Katholiken haben in Avignon die Fotografie "Piss Christ" des US-Künstlers Andres Serrano attackiert
MQ-Ausstellung zu interaktiver Kunst
Künstlerische
Aneignung als Technik und ästhetisches Programm - doch die Schau "So
machen wir es" bleibt beliebig, stellt brillant gemachtes neben putzige
Belanglosigkeiten
Irgendwo zwischen Schweben und bleierner Schwere sind Stefan Löffelhardts Arbeiten zum Thema Landschaft angesiedelt
Fund in einem Haus in Alicante
Im
Dorotheum stand diese Woche der erste Auktionsmarathon des Jahres auf
dem Programm - Die Bilanz: Manch ein Hoffnungsträger blieb auf der
Strecke
Festspiele für Kunst und Antiquitäten: bis 25. April bietet das Messetheater 36 Auftritte, und (fast) jedem gebührt Applaus
Katharina
Cibulka wirft in ihrer Ausstellung "I asked" in der Neuen Galerie
Innsbruck unter anderem die Frage auf, ob Toiletten wichtiger als Kunst
sind
Über 200 Veranstaltungen von "Flederhaus" über "Sofamaschine" bis zum "Beschwerdechor" - Open Air zum offiziellen Geburtstag am 30. Juni
Ein
lückenhaftes Unternehmen: Die Ausstellung "Die Sechzigerjahre - Eine
phantastische Moderne" im Musa spiegelt die Sammlungspolitik der Stadt
Wien wider
Das internationale Fumetto-Festival in Luzern widmet dem Zeichner Daniel Clowes erstmals eine umfassende Werkschau
Die
polnische Künstlerin Marzena Nowak öffnet Assoziationsräume: Im
Salzburger Kunstverein und der Wiener Galerie Mezzanin vermittelt sie
Erfahrungen von Nähe und Distanz
200 Galerien aus 22 Ländern zeigen bis Sonntag Gegenwartskunst und Werke der klassischen Moderne
Heimo Zobernig inszeniert im Essl-Museum einen Raum voller Fragen
Eine
Reflexion über künstlerische Strategien der Erinnerung im Postnazismus
- Von Katharina Morawek und Nora Sternfeld - Aus der Zeitschrift der IG Bildende Kunst
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