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Blick zurück auf die 50-er

Auf die Kunst der fünfziger Jahre in Tirol blickt die Künstlerschaft in ihrer neuen Ausstellung im Kunstpavillon zurück.

INNSBRUCK. 1952 wurde im Kunstpavillon die damals junge Tiroler Kunst präsentiert. Drei der Künstler - Wilfried Kirschl, Anton Tiefenthaler und Franz Pöhacker -, die damals dabei waren, sind auch in der neuen Ausstellung präsent, die der Kunsthistoriker Günther Moschig kuratiert hat.

22 Positionen des Malerischen und Grafischen, der Bildhauerei, Fotografie und des Angewandten hat er für seinen Rückblick ausgewählt. Von einer erfrischenden Stimmung des Aufbruchs erzählen viele dieser Arbeiten, von einer Orientierung an internationalen Tendenzen, die nicht zuletzt durch das Französische Kulturinstitut in die Tiroler Kunstprovinz hineingetragen wurde.

Am Informel orientierten sich nicht nur der junge Gustav Stimpfl und Max Weiler, sondern auch Rudi Wach, bevor er italienisch infiltriert wurde, während Markus Prachensky über den Umweg strenger Geometrie zum Informellen fand. Aber auch der junge Oswald Oberhuber fand im Informel seine lebenslange Heimat, während Maler wie Gerhild Diesner, Anton Tiefenthaler oder Wilfried Kirschl sich an den französischen Expressionisten orientierten. Die Anreger von Werner Scholz und Hilde Goldschmidt finden sich dagegen in Deutschland, jene von Louis Hechenbleikner und Friedrich Plahl in Amerika.

Ein meisterlicher Zeichner war Paul Flora bereits in den fünfziger Jahren. Beispiele des 50-er-Jahre-Designs sind die Gläser von Rolf E. Rehfeld, die Fotoästhetik der fünfziger Jahre transportieren die Impressionen von Rudolf Purner.
2002-09-11 16:27:38