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Stadt Graz hält Gegen-Diagonale für "nicht zweckmäßig"

Enttäuscht über die Verhältung der Fronten in der Auseinandersetzung um die Zukunft des Filmfestivals Diagonale ist der Grazer Kulturstadtrat Christian Buchmann (V).

Graz (APA) - Sein Ziel ist es, das Festival in Graz zu halten und zu erreichen, dass es von der Filmwirtschaft akzeptiert wird. Überlegungen, ein Gegen-Festival ins Leben zu rufen, kann der VP-Politiker nichts abgewinnen: "Wir haben die Mittel nicht, und es wäre auch nicht zweckmäßig".

Er habe sich bis jetzt bewusst im Hintergrund gehalten und versucht, noch zu retten, was noch zu retten ist, sagte Buchmann am Donnerstag im APA-Gespräch. Er halte zu allen Parteien regelmäßig Kontakt und werbe intensiv dafür, "dass man sich doch noch zusammenrauft". Leider sei das Gespräch zwischen Kunststaatssekretär Franz Morak (V) und dem Regieverband "auch für nichts" gewesen. Wie er zur Vorgangsweise Moraks stehe, ließ sich Buchmann nicht entlocken: "Das habe ich ihm unter vier Augen mitgeteilt".

Für Buchmann ist klar, dass eine Klärung der Situation bis Ende Oktober stattfinden muss: "Das ist die absolute Deadline. Die Zeit rennt uns davon". Dass man im Notfall 2004 aussetzen könnte, will er ebenso wenig in Betracht ziehen wie eine Alternativveranstaltung: "Wir tragen gerade ein Fünftel des Budgets und haben, auch mit Tourismus und Land zusammen, nicht die Mittel". Die heuer von der Stadt bereitgestellte Summe in der Höhe von 200.000 Euro sei übrigens für 2004 noch nicht fix zugesagt.

Auch wenn die Streitparteien sich "nicht wirklich aufeinander zu bewegen" und er selbst aus seiner Ratlosigkeit kein Hehl macht, will Buchmann die Hoffnung nicht aufgeben: "Man sollte den neuen Geschäftsführern eine Chance geben und gleichzeitig das von den Vorgängern Aufgebaute nicht über Bord werfen."
2003-10-02 10:49:16