„Kunstpunkt“ zeigt „Heiße Kunst im Hochsommer“
Eugendorf (mei). Über die Kunst kommen die Leute zusammen. Bestes Beispiel dafür war die Veranstaltung des Kunstvereins Eugendorf im Garten des Altenwohnhauses St. Martin in Eugendorf vergangene Woche. Staffeleien entlang des Weges zeigten die aktuellen Werke der ambitionierten Künstlerinnen und Künstler des Kunstpunkts Eugendorf.
Farbenfrohe, übergroße Blüten wetteiferten mit zarten Landschafts-Aquarellen und erotischen Tanz-Szenen um Gunst der Betrachter. Live-Musik, ein Sommerbüffet und Gespräche über Kunst und die Welt waren die passenden Zutaten an einem ungewöhnlichem Ort. Für den Höhepunkt der Veranstaltung sorgte Kunstpunkt-Obfrau Heidi Hundsberger, die gemeinsam Ehemann Hans ihren eigens mitgebrachten Raku-Brennofen in Betrieb nahm. „Wenn es 990 Grad hat, ziehe ich mir den Spezial-Anzug an“, sagte Hans Hundsberger mit Blick auf das kleine Thermometer. Nach einer halben Stunde schlüpfte er in den silberne Jacke, setzte den Feuerwehrhelm auf und nahm die lange Zange in die Hand. Auf 1200 Grad heizte sich der kleine Ofen auf, dann kamen die Stücke in einen luftdichten Behälter mit organischen Stoffen. Kohlenstoff dringt durch die Haarrisse der Skulpturen, die Glasurfarbe ändert sich durch die Atmosphäre in der „Abkühlkammer“. Am Schluss säuberte die Künstlerin ihre kleinen Raku-Täfelchen mit einer Drahtbürste – und ließ sich selbst von den darunter verborgenen schimmernden Farben überraschen.

















