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Salzburger Nachrichten am 3. Juni 2005 - Bereich: kultur
Salzburgs neuer Mozart
Das Werk sei schon fertig, "großartig, fantastisch", aber er werde es auf keinen Fall vor seiner Enthüllung beschreiben, sagte Markus Lüpertz am Mittwochabend im Museum für moderne Kunst (Mumok) in Wien. Von dem 64-jährigen deutschen Maler und Bildhauer stammt das jüngste Projekt der "Salzburg Foundation", das am 1. Juli an seinem Standort, dem Ursulinenplatz, enthüllt werden wird. Lüpertz nahm in Wien an einer Podiumsdiskussion über "Kunst im öffentlichen Raum" teil, die sich mit den Aktivitäten der "Salzburg Foundation" befasste. Diese hatte 2002 mit "A.E.I.O.U.", Anselm Kiefers kleinem Ausstellungsgebäude im Furtwänglerpark, ihr erstes Projekt präsentiert. Seither wird jedes Jahr mit einem neuen Kunstwerk im Stadtgebiet von Salzburg ein künstlerischer Akzent gesetzt.
Die Arbeit von Lüpertz gilt Mozart. Es werde eine "klassische Skulptur", eine "Hommage an Mozart", sagte Walter Smerling, der künstlerische Leiter der "Salzburg Foundation" bei der Diskussion in Wien. Der Ursulinenplatz, begrenzt von Mönchsbergwand, Salzach und Klausentor, biete einen idealen naturgegebenen öffentlichen Raum, begründete Markus Lüpertz seine Entscheidung für diesen Ort. Mozarts Leben sei ein Fragment gewesen, sein Werk sei Fragment geblieben, berichtete Lüpertz über die gedanklichen Grundlagen seiner Arbeit. Das Fragmentarische solle auch die Skulptur bestimmen. Sie wird dreieinhalb Meter hoch sein und auf einem einen Meter hohen Sockel stehen.
Der Raum vor der Markuskirche sei definiert; die Skulptur werde ihn beherrschen, sagte Lüpertz und erinnerte an die Plätze Italiens, die dafür berühmt seien, dass sie einen freien Raum bildeten, in dessen Mitte ein Denkmal stehe. Das solle kein "event"-Raum werden, sondern für den Ort Respekt schaffen und eine gewisse Unantastbarkeit. mo |