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19.02.2003 - Ausstellung
AUSGESTELLT IN WIEN von FLORIAN STEININGER


Galerie Gabriel. Die mittlerweile auf Druckgraphik spezialisierte Galerie ist nicht nur erste Adresse für exklusive Blätter von Arnulf Rainer, sondern gilt auch als guter Tip für internationale Namen dieses Mediums. Gabriel setzt mit seiner neuen Schau vor allem auf einen feinen Cocktail von Minimal Art, Fluxus, Arte Povera. Darunter ein monumentaler Holzschnitt von Sean Scully, der sich im Unterschied zu den delikaten, oft als Ableger zu den Ölgemälden fungierenden Radierungen als eindrucksvolles Werk behauptet. Robert Mangold ist mit einem monochromen Holzschnitt mit lyrisch graphischer Achterschlaufe vertreten. Von Jannis Kounellis wird eine mit Draht umwickelte Lithographie angeboten. Donald Judd zeigt einen durchwegs als Entwurf geltenden Siebdruck seiner bekannten minimalistisch seriell angelegten Wandobjekte. Von Lucio Fontana wird eine perforierte Arbeit aus Kunststoff-Folien gezeigt. Eine schöne Bandbreite im multiplen Bereich. (I., Seilerstätte 19; bis 26. April)

Galerie Feichtner & Mizrahi. Udo Nögers Malerei ist seit den letzten Jahren vom Licht bestimmt, das der Künstler in seinen dreidimensionalen Gemälde, gleich einem Behälter, auffängt und über die fein malerisch behandelte Haut der Leinwand wieder abgibt. Hatte der aus Deutschland stammende, vorwiegend in Miami lebende Maler früher zeichnerisch konturierende Elemente in seinen Gemälden, so bearbeitet Nöger nun die Leinwand in Nuancen der Nichtfarbe Weiß. Eine sensitive Position der monochromen Malerei. (I., Seilerstätte 19; bis 18. März)

Galerie Steinek. Das Künstlerduo Julius Deutschbauer und Gerhard Spring ist primär für politisch kontextuelle Stellungnahmen auf sprachlicher oder performativer Ebene bekannt. Nun haben sie zum Pinsel gegriffen und stellen ihre realistische Malerei vor. Damit fügen sie sich ganz gut in den heute trendigen Malerjargon des gefeierten Realismus ein, der im Kultigen, Ironischen und konzeptionell Narrativen liegt. Die Malerei an sich und direkte integrale Fragen an das Medium sind nicht im Fokus. Genau das Gegenteil ist der Fall: Eine Pervertierung findet statt, die das Künstlerduo auch intendiert hat: Brave Kopien der Plakate ihrer Aktionen und Vorträge. Daß sie keine Vollblutmaler sind, demonstrieren sie, das ist gut so. Zu viele Maler beanspruchen handwerkliche Qualität, Konzept, Ironie, Zeitgeist zugleich. (I., Himmelpfortgasse 22; bis 7. März)



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