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Dienstag, 17. Juni 2003
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14.06.2003 -- Tages-Anzeiger Online
Fischli/Weiss ausgezeichnet
Fischli/Weiss
Peter Fischli (links) und David Weiss mit dem Goldenen Löwen.

 
Die beiden Schweizer Peter Fischli und David Weiss sind am Samstag an der Kunst-Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für das beste ausgestellte Werk ausgezeichnet worden.

Den beiden Schweizer Videokünstlern sei es mit ihren Werken am besten gelungen, das Biennale-Thema «Träume und Konflikte: Die Diktatur des Zuschauers» aufzunehmen und zu verdeutlichen, hiess es in der Begründung der Jury.

Das Künstlerduo, das seit 1979 zusammenarbeitet, schaffte 1987 auf der «documenta 8» mit dem Film «Der Lauf der Dinge» seinen Durchbruch zur einem breiten Kunstpublikum. Mit ihren Fotos, Videofilmen, Installationen und Skulpturen hinterfragten Fischli und Weiss die Mechanismen des Alltäglichen, schreibt die städtische Galerie Nordhorn auf ihrer Website.

Neben vielen Einzelausstellungen etwa im Centre Pompidou (Paris), in der Kunsthalle Zürich und im Museum of Modern Art in San Francisco präsentierten sich die beiden Schweizer bereits zuvor auf der Biennale in Venedig oder bei der documenta X in Kassel.

Die Mega-Schau in Venedig mit mehr als 380 vertretenen Künstlern und über 60 teilnehmenden Ländern wurde am Samstagabend offiziell eröffnet. Neben den beiden Schweizer gehörten der Länderpavillon Luxemburgs und die beiden Briten Oliver Payne und Nick Relph zu den Gewinnern eines Goldenen Löwen.

Den Ehren-Löwen für ihr Lebenswerk erhielten die 85-jährige Carol Rama, Grand Dame der italienischen Avantgarde, sowie der Maler und Objektkünstler Michelangelo Pistoletto.

Die reiche Sammlung an Gegenwartskunst ist noch bis zum 2. November auf dem Gelände der Giardini, in den Räumen des Arsenale, im Museo Correr und an vielen weiteren Orten der Lagunenstadt zu sehen.

Die Ausstellung ist in verschiedene Themenkomplexe untergliedert, die vom neuen künstlerischen Leiter Francesco Bonami und elf weiteren Kuratoren erdacht und umgesetzt wurden. (sda)



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