Den beiden Schweizer Videokünstlern sei es mit
ihren Werken am besten gelungen, das Biennale-Thema «Träume
und Konflikte: Die Diktatur des Zuschauers» aufzunehmen und zu
verdeutlichen, hiess es in der Begründung der Jury.
Das Künstlerduo, das seit 1979 zusammenarbeitet, schaffte
1987 auf der «documenta 8» mit dem Film «Der Lauf der Dinge»
seinen Durchbruch zur einem breiten Kunstpublikum. Mit ihren
Fotos, Videofilmen, Installationen und Skulpturen
hinterfragten Fischli und Weiss die Mechanismen des
Alltäglichen, schreibt die städtische Galerie Nordhorn auf
ihrer Website.
Neben vielen Einzelausstellungen etwa im Centre Pompidou
(Paris), in der Kunsthalle Zürich und im Museum of Modern Art
in San Francisco präsentierten sich die beiden Schweizer
bereits zuvor auf der Biennale in Venedig oder bei der
documenta X in Kassel.
Die Mega-Schau in Venedig mit mehr als 380 vertretenen
Künstlern und über 60 teilnehmenden Ländern wurde am
Samstagabend offiziell eröffnet. Neben den beiden Schweizer
gehörten der Länderpavillon Luxemburgs und die beiden Briten
Oliver Payne und Nick Relph zu den Gewinnern eines Goldenen
Löwen.
Den Ehren-Löwen für ihr Lebenswerk erhielten die 85-jährige
Carol Rama, Grand Dame der italienischen Avantgarde, sowie der
Maler und Objektkünstler Michelangelo Pistoletto.
Die reiche Sammlung an Gegenwartskunst ist noch bis zum 2.
November auf dem Gelände der Giardini, in den Räumen des
Arsenale, im Museo Correr und an vielen weiteren Orten der
Lagunenstadt zu sehen.
Die Ausstellung ist in verschiedene Themenkomplexe
untergliedert, die vom neuen künstlerischen Leiter Francesco
Bonami und elf weiteren Kuratoren erdacht und umgesetzt
wurden. (sda)