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19.02.2004 - Kultur&Medien / Ausstellung
Kunstraum: Christine König Galerie: Denkspiel

CHRISTINE KÖNIG GALERIE: DENKSPIEL

Pierre Bismuths Zeichnungen, Collagen und Videoarbeiten thematisieren Vorgänge der Erinnerung, Reflexion, Interpretation. Das Ausgangsmaterial entstammt oft dem Alltag, der Künstler will vorgeformte Codes der Wahrnehmung verunsichern. Bezeichnend dafür ist die imposante Holzskulptur im Eingangsbereich: "Something less something more" lässt den Besucher auf der Suche nach einer tieferen Bedeutung auch durch formale Leerstellen, nämlich Löcher, im Ungewissen. Herausragend - neben einer Reihe von Filmszenen zitierenden Collagen - "The Jungle Book Project" (10.000 Euro), das sich als famoses babylonisches Sprachgewirr präsentiert. Bismuths erste Einzelausstellung in Österreich bietet einen hervorragenden Einblick in dessen künstlerische Strategie der Manipulation. (bis 28. 2., Schleifmühlgasse 1a, 1040 Wien)

GABRIELE SENN GALERIE: SINNENTLEERT

Mit dem Ausstellungstitel "Die neue Linie (Ich war die Putzfrau am Bauhaus)" ist eigentlich schon fast alles gesagt. Marco Lulic untersucht das Verhältnis von westlich kapitalistischer Kultur und den ästhetischen Ausformungen des Sowjet-Regimes. Seit 1999 setzt er dieses Thema konsequent in den Medien Fotografie, Malerei, Video um, seit 2001 in Objekten und monumentalen Rauminstallationen. "Entertainmentcenter Mies" (2600 Euro), ein abstrahierter Nachbau des Denkmals für die kommunistischen Revolutionsopfer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, erinnert an das von den Nazis zerstörte Monument der klassischen Moderne. Durch Materialveränderung und Größenverschiebung beraubt Marco Lulic diese wie auch andere ausgestellte Skulpturen ihrer ursprünglichen ideologischen Funktion. Was bleibt, ist die reine, sinnentleerte Form. (bis 28. 2., Schleifmühlgasse 1, 1040 Wien) Manisha Jothady

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