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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
12. April 2006
20:20 MESZ
Galerie Mezzanin
1., Getreidemarkt 14
01/526 43 56
Bis 27. 5. 
Ohne Anspruch auf Perfektion
Jonathan Monk und Richard Prince in der Galerie Mezzanin

Wien - Es ist eigentlich ein spannender Dreh, mit dem Eva Maria Stadler, die Kuratorin der laufenden Ausstellung in der Galerie Mezzanin, die künstlerischen Positionen von Jonathan Monk und Richard Prince miteinander verbindet.
Und irgendwie kommt sie mit den beiden Künstlern, deren Arbeiten auf der Wiederholung und Aneignung von medialen Vorlagen und künstlerischen Vorgehensweisen beruhen, auch auf Judith Butler und ihre Theoretisierung von Geschlechtsidentität zu sprechen.

Zu sehen ist die Serie "Newton Illustrated" von Jonathan Monk, der damit insofern auf die gemeinsame Ausstellung mit dem amerikanischen Künstler Richard Prince reagierte, als dass ihm die Methode des Abfotografierens ebenfalls als ein interessantes Mittel des Infragestellens von üblichen Repräsentationsmodellen dient. Darüber hinaus wollte Monk die Helmut Newton'schen Frauendarstellungen mit denen von Richard Prince konfrontieren. Weil dieser in der Ausstellung aber nicht mit seinen berühmten "Girlfriends" aus Biker-Magazinen vertreten ist, sondern mit einer Fotoserie, die er rund um sein Haus in "Upstate" aufgenommen hat, gelingt dieser sicherlich sehr aufschluss-reiche Vergleich in der Schau selbst leider nicht. (cb/DER STANDARD, Printausgabe, 13.04.2006)


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