Exekutive Leiter der Agentur sind nach den Angaben für die Verwaltung Jean d'Haussonville, gegenwärtig Berater für auswärtige Angelegenheiten, und für den wissenschaftlichen Teil der Konservator des Musée d'Orsay, Laurence de Cars. Die Agentur nimmt die Form einer Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 335.000 Euro an. Der französische Staat ist zwar nicht Aktionär, aber im Verwaltungsrat der Gesellschaft vertreten.
Gemeinsame Gesellschaft
"France Museums" ist die gemeinsame Gesellschaft von 33 öffentlich-rechtlichen Institutionen, darunter auch dem Louvre, der 33 Prozent des Kapitals kontrolliert. Zu den weiteren Aktionären zählen das Centre Pompidou, die Museen Orsay, Rodin, Quai-Branly und Versailles, sowie die Vereinigung der nationalen Museen Frankreichs.
Das Jahresbudget von acht Millionen Euro wird von den Emiraten für die Dauer von 20 Jahren finanziert. Die Agentur wird nach der Öffnung des neuen Louvre-Ablegers überdies fünf Millionen Euro pro Jahr für das Ausleihen von Kunstwerken für temporäre Ausstellungen und 19 Millionen Euro für die Leihe von Werken für die permanente Schau erhalten. Zunächst ist die Eröffnung der Außenstelle in Abu Dhabi die einzige Aufgabe der Agentur, künftig werde sie sich aber auch mit anderen internationalen Projekten befassen, so das Pariser Kulturministerium.
Das Louvre-Projekt in den Vereinten Arabischen Emiraten, dessen Verwirklichung im März beschlossen worden war, führte in Frankreich zu heftigen Protesten. Zahlreiche Intellektuelle und Persönlichkeiten aus der Kulturwelt protestierten gegen einen "Ausverkauf" der französischen Kulturgüter. Eine Petition gegen das Projekt zählte Ende April bereits 5.100 Unterschriften. (APA)