text breit  text schmal  
drucken 
Bilder keine Bilder

derStandard.at | derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
31. Juli 2008
13:24 MESZ

>>> "Causa Frosch" sorgt weiterhin für lauten Trubel
Martin Kippenbergers "Frosch"-Kunstwerk: Politiker wollen Staatsanwaltschaft wegen Verletzung religiöser Gefühle einschalten

 
"Kippenberger-Frosch": Politiker erlitt Schwächeanfall wegen Hungerstreiks
Protestaktion gegen gekreuzigten Frosch in Museion vorerst beendet

Bozen - Ein Schwächanfall des Südtiroler SVP-Politikers, LAbg. Franz Pahl, hat den Hungerstreik gegen den vieldiskutierten gekreuzigten Frosch von Martin Kippenberger in der Nacht auf Donnerstag vorerst beendet. Pahl wurde ins Krankenhaus in Bozen eingeliefert. Sein Zustand sei aber nicht kritisch, hieß es. Laut Angaben der SVP befand er sich auf der Beobachtungsstation.

"Zuerst die Füße"

Das im Bozner Museion ausgestellte Werk mit dem Titel "Zuerst die Füße" erhitzt in Südtirol seit Ende Mai die Gemüter. Der Regionalratspräsident Pahl befand sich seit rund eine Woche im Hungerstreik gegen das Ausstellungsstück. Es zeigt einen ans Kreuz genagelten Frosch, der in einer Hand einen Bierkrug und in der anderen ein Ei hält.

Die Museumsleitung hatte am Mittwoch entschieden den Frosch aus dem Eingangsbereich zu entfernen in den dritten Stock zu "übersieden". Von der Union wurden mittlerweile 10.263 Unterschriften gegen das Kunstwerk gesammelt. Landeshauptmann Luis Durnwalder und Kulturlandesrätin Sabine Kasslatter Mur vor einer Instrumentalisierung des Kippenberger-Frosches und hatten "Reaktionen" der Museumsführung verlangt. Kritiker sprachen von Gotteslästerung. Auch Durnwalder hatte es als eine Respekt- und Geschmacklosigkeit bezeichnet. (APA)


© 2008 derStandard.at - Alle Rechte vorbehalten.
Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.