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Im stürmischen Wandel sieht Peter Noever den
Kulturbegriff. Für den Direktor des Wiener Museums für angewandte Kunst
(MAK) wird die Kunst immer stärker zur privaten Angelegenheit - sein
Programm versteht er als Gegenoffensive dazu. Neues Lockmittel: Freier
Eintritt an jedem Samstag.
Dennoch bleibt für Ausstellungen immer weniger Geld. 1996
standen noch 1,9 Millionen € (26,14 Mill. Schilling) zur Verfügung, im
Vorjahr waren es 1,4 Mill. € (19,26 Mill. S) und 2004 werden es 800.000 €
(11 Mill. S) sein, rechnet Noever. Die Bundessubventionen von
8 Millionen € (110,08 Mill. S), die 2001 zur Verfügung standen,
werden in den nächsten Jahren nicht erhöht. Trotzdem möchte Noever
kämpfen, daß das Museum seinem Ruf als "treibende Kraft der Kunstszene"
auch weiter gerecht wird. Im aktuellen Ausstellungsjahr soll das mit
Retrospektiven über Richard Artschwager, von Kurt Kocherscheidt und Zaha
Hadid gelingen. Herzensangelegenheit bleibt der Flakturm im Arenbergpark,
der zum internationalen Zentrum für zeitgenössische Kunst, zum "vitalen
Laboratorium" werden soll. m.
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