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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
13. April 2006
01:33 MESZ
Schlechte Noten für Kulturpolitik
Salzburg: Arge Kultur bangt um Förderungen

Salzburg - Die Kulturschaffenden in Land und Stadt Salzburg begegnen den Parteien beziehungsweise deren Kulturpolitik mit mindestens so viel Misstrauen wie umgekehrt die Politik den Kulturinitiativen: Bei einer vom Dachverband Salzburger Kulturstätten durchgeführten Befragung der über 60 Mitgliedsorganisationen haben nur zehn Prozent angegeben, mit der Kulturpolitik der SP "sehr zufrieden" oder "zufrieden" zu sein; 50 Prozent gaben der SP die Beurteilung "weniger" bis "gar nicht zufrieden". Die SPÖ stellt sowohl auf Landes- wie auch auf Stadtebene den Kulturressortchef. Insgesamt erhielt die SP für ihre Kulturpolitik die Schulnote 3,5. Sie liegt damit nur ganz knapp vor Koalitionspartner VP (Note 3,7). Spitzenreiter sind die Grünen mit der Note 2,4.

Besser weggekommen sind die Beamten. Mit der Kulturverwaltung im Land etwa sind immerhin 36 Prozent "sehr zufrieden" oder "zufrieden". Der Dachverband selbst schnitt bei der Befragung ebenfalls passabel ab. So meinen beispielsweise nur rund 13 Prozent, ihre Erwartungen an die Interessenvertretung würden "schwach" oder "gar nicht" erfüllt.

Konflikt "ER-Lösung"

Die Erhebung wurde übrigens lange vor dem Eklat rund um die für Karfreitag geplante und nach massiven Drohungen und politischem Druck abgesagte Kunstprozession "ER-lösung" der Arge Kultur durchgeführt. Ob die Konfrontation, wie von Bürgermeister Heinz Schaden (SP) angezogen, auch tatsächlich Folgen für die Förderpolitik der Stadt gegenüber der Arge hat, beantwortet Geschäftsführerin Daniela Gmachl noch vorsichtig: Man könne "nicht sicher sein, dass es keine Auswirkungen hat". (neu/ DER STANDARD, Printausgabe, 13.04.2006)


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