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| 03.11.2006 - Kultur&Medien / Kommentare | ||||
| Kunstlicht: Verkauft das Künstlerhaus! | ||||
| ALMUTH SPIEGLER | ||||
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M
Sorry to say - aber das Künstlerhaus ist tot. Seit
scheinbar ewigen Zeiten wird hier renoviert, dauervermietet und um
Subventionen gerungen, werden mittelprächtige Ausstellungen
mittelprächtiger Mitglieder gezeigt. Im Gegensatz zur alten
Konkurrentin Secession, die sich mit ihrem extremen Avantgarde-Programm
international etablieren konnte. Jetzt braucht der langjährige
Präsident Manfred Nehrer alle Kraft für sein Architektur-Büro und zieht
sich zurück.
Brav hat er immer gekämpft - und die wenigen
wirklich prominenten Mitglieder haben ihn dabei in den vergangenen
Jahren auch wirklich immer wenig unterstützt. Die Stimmen eines
Hrdlicka, Frohner, Attersee oder Peichl waren mehr mit sich selbst
beschäftigt als mit einem Verein, der ihnen nichts mehr bringt.
Verständlich. Warum dieses anachronistische Trauerspiel also nicht
einfach beenden?
Dann müssten nur noch Stadt und Bund gemeinsam
zuschlagen. Womit für das Wien Museum und Kunsthistorische Museum
plötzlich nicht nur irgendein von beiden so dringend benötigter Raum
für Großausstellungen zur Verfügung stünde. Sondern noch dazu ein
wunderschöner - der sich endlich nicht mehr für Some-Weeks-Vermietungen
prostituieren müsste.
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