| Salzburger Nachrichten am 28. Juni 2003 - Bereich: kultur
GALERIENBLICK
GALERIENBLICK
Nexus, Saalfelden Die Kunsthalle im neuen Saalfeldener Kulturzentrum Nexus hat sich bereits mehrfach bewährt. Im Ausgleich zwischen bekannten Namen von auswärts (von Jürgen Messensee bis Elke Krystufek, demnächst: Franz West und Max Weiler) und anerkannten Positionen aus der Salzburger Gegenwartskunst entsteht ein vielfältiges Panorama, das Ort und Region mit aktuellen Tendenzen vertraut machen will, ohne den "Blickwinkel" zu überfordern. Derzeit zeigt Josef Schwaiger unter dem Titel "Reset" eine vielteilige, serielle Arbeit aus Alkydharz und Silikon: Der Fries geht aus von geometrisch exakten Farbstreifen, die sich Bild für Bild mehr und mehr vermischen, auflösen und am Ende zu einem neuen "Tafelbild" verschmelzen. Vom "Balkon" aus gesehen, verfolgt das Auge konzentriert diesen Weg. Im "Saal" selbst setzte Schwaiger sechs große Bilder aneinander, die eigentlich Einzelwerke sind und in Farbe, Form, Struktur und Format die Frage nach der Aufgabe und den Möglichkeiten von Malerei heute stellen. In diesem Sinne ist Schwaiger durchaus Traditionalist. Im Zusammenhang ergeben auch die Einzelstücke eine "Serie", die zudem den Raum in kontemplative, stille Schwingung versetzt. (Bis 5. Juli) hb
Im Rupertinum in Salzburg hat Schwaiger für die Arkadenhalle Werke aus der Sammlung ausgewählt, welche ebenfalls Malerei definieren: "von den Rändern her", womit gemeint ist, dass malerische "Effekte" auch in anderen Techniken möglich sind. Am 2. Juli werden um 19 Uhr in der Finissage auch Ergebnisse eines Workshops mit Jugendlichen präsentiert, die im Dialog mit Schwaiger und seiner Werkauswahl entstanden sind.
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