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Wie hält man ein Museum sauber? Diese Frage entzweit derzeit
Architekt Frank O. Gehry und die Leitung des spanischen
Guggenheim-
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Gut drei Jahre nach der Einweihung des
PR-Knüllers Guggenheim Bilbao haben aufmerksame Beobachter dunkle
Flecken auf den Titan-Platten des imposanten Bauwerks in der
nordspanischen Industriestadt ausgemacht. Die Museumsleitung wies Berichte
zurück, das Gebäude des kanadischen Star-Architekten Frank Gehry beginne
zu rosten.
Metallverkleidungen können ja für ernst zu nehmende Probleme sorgen,
wie etwa der Fall des Institutsgebäudes der Universität für Bodenkultur in
Wien gezeigt hat. Architekt Anton Schweighofer erhielt dafür zwar 1976 den
europäischen Stahlbaupreis, das Gebäude hat es dennoch nicht abgehalten,
still vor sich hin zu rosten. Juan Ignacio Vidarte, der Museumsdirektor in Bilbao,
versuchte mittlerweile zu beruhigen. Es seien schlichtweg Schmutzflecken,
die sich aus der Luft abgelagert hätten, sagte er nach Presseberichten vom
Mittwoch. Im Frühjahr sollten sie in einer großen Säuberungsaktion
beseitigt werden. Fernwirkung Die Flecken auf den Titan-Platten sorgten nicht nur in Spanien, sondern
auch in den USA für Wirbel. Soll doch Frank Gehry auch in Manhattan ein
weiteres Guggenheim-Museum bauen. Das zweite Guggenheim New York wird zehn Mal größer sein als die
berühmte Spirale von Frank
Lloyd Wright an der Fifth Avenue. Besonders pikant ist in dem
Zusammenhang aber, dass Gehry, wie in Bilbao, den Einsatz von Glas,
Baustein - und Titan vorsieht. Zeitungen wie "The Philadelphia Inquirer"
oder The New York Times berichteten deshalb schon ausführlich
über die Flecken auf dem Museum in Bilbao. Frank Gehry ist sauer Er machte jetzt die Direktion in Spanien für den Wirbel verantwortlich.
"Wenn man ein Gebäude fertig stellt, macht man es auch sauber. Aber die
Spanier haben es nicht getan. Nun zeigt man mit dem Finger auf den
Architekten."
Direktor Vidarte betonte dem gegenüber: "Wir haben uns mit der
Säuberung Zeit gelassen, weil es sich nur um ein ästhetisches Problem
handelte. Wir wollten zuerst ein möglichst praktisches Verfahren für die
Reinigung entwickeln." | ||||||