Nach Hinweis seitens des Kulturstaatssekretariats, dass kommendes
Jahr die Bundesförderung vollständig gestrichen werde
Wien - Die Netzkulturinitiative Public Netbase, die in den
vergangenen Jahren vor allem wegen stetig gekürzten Bundesförderungen,
Schließungsandrohungen und dem unfreiwilligen Auszug aus dem MuseumsQuartier in
den Medien war, hat ihre sofortige Schließung "bis auf weiteres" angekündigt.
Man habe vom Kulturstaatssekretariat den Hinweis erhalten, dass kommendes Jahr
die Bundesförderung vollständig gestrichen werde, hieß es. So eine Schließung
sei jedoch wegen Mietverträgen und sozialrechtlichen Fristen "nicht von heute
auf morgen abzuwickeln". Daher werde am Freitag (10.30 Uhr) bei einer
Pressekonferenz erläutert, "was alles verloren geht, wenn diese Krise nicht
abgewendet wird", so Sprecher Martin Wassermair.
"Perfide"
Public Netbase hat wiederholt ihr "Aus" angekündigt, dieses konnte jedoch vor
allem durch zusätzliche Gelder der Stadt Wien bisher immer abgewendet werden.
Derzeit hält Public Netbase bei zwölf großteils Halbzeit-Angestellten.
Kunststaatssekretär Franz Morak (V) habe der Initiative vorgeschlagen, auch nach
Ausbleiben der Bundesförderung doch weiter Projekte einzureichen, so Wassermair,
der dies jedoch "perfide" findet: "Das haben wir bis jetzt schon gemacht, diese
Projekte sind jedoch immer von Morak selbst negativ beschieden worden", so
Wassermair. (APA)