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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
11. Oktober 2004
11:57 MESZ
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Public Netbase

 
Public Netbase kündigt Schließung "bis auf weiteres" an
Nach Hinweis seitens des Kulturstaatssekretariats, dass kommendes Jahr die Bundesförderung vollständig gestrichen werde

Wien - Die Netzkulturinitiative Public Netbase, die in den vergangenen Jahren vor allem wegen stetig gekürzten Bundesförderungen, Schließungsandrohungen und dem unfreiwilligen Auszug aus dem MuseumsQuartier in den Medien war, hat ihre sofortige Schließung "bis auf weiteres" angekündigt. Man habe vom Kulturstaatssekretariat den Hinweis erhalten, dass kommendes Jahr die Bundesförderung vollständig gestrichen werde, hieß es. So eine Schließung sei jedoch wegen Mietverträgen und sozialrechtlichen Fristen "nicht von heute auf morgen abzuwickeln". Daher werde am Freitag (10.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz erläutert, "was alles verloren geht, wenn diese Krise nicht abgewendet wird", so Sprecher Martin Wassermair.

"Perfide"

Public Netbase hat wiederholt ihr "Aus" angekündigt, dieses konnte jedoch vor allem durch zusätzliche Gelder der Stadt Wien bisher immer abgewendet werden. Derzeit hält Public Netbase bei zwölf großteils Halbzeit-Angestellten. Kunststaatssekretär Franz Morak (V) habe der Initiative vorgeschlagen, auch nach Ausbleiben der Bundesförderung doch weiter Projekte einzureichen, so Wassermair, der dies jedoch "perfide" findet: "Das haben wir bis jetzt schon gemacht, diese Projekte sind jedoch immer von Morak selbst negativ beschieden worden", so Wassermair. (APA)


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