Sammlung Friedrichshof in neuem Ambiente
Der Besucher betritt durch ein gläsernes Entree, flankiert von massiv wirkenden, X-förmig angeordneten Holzträgern das Foyer. Dieses lässt die drei hellen, an der Decke von Neon-Lichtbändern eingefassten Schauräume optisch noch geräumiger und höher als die tatsächlichen knapp viereinhalb Meter wirken. „Zur linken Hand des Betrachters wird in zwei Räumen künftig die Sammlung präsentiert“, erläuterte Hubert Klocker, Leiter der Sammlung Friedrichshof, beim APA-Besuch.
Im rechten Raum, im Foyer und in einem Screeningraum sollen im Frühjahr und im Herbst Wechselausstellungen internationaler Künstler gezeigt werden. Dabei wolle man sich auf experimentelle, jüngere oder zeitgenössische Positionen konzentrieren, wahrscheinlich mit einem starken Aspekt auf multimedialer und intermedialer Kunst. Als erster Künstler zeigt der US-Amerikaner Paul McCarthy eine umfangreiche Videoinstallation aus seinem Themenkomplex „Carribean Pirates“. „Es wird ein internationales Programm sein, McCarthy ist sicher ein spektakulärer Beginn in dem Kontext“, so Klocker.
Die Sammlung Friedrichshof, deren Aufbau noch zu Zeiten der Kommune begann, hat mittlerweile eine 30-jährige Geschichte: „Es ist aber immer sozusagen eine Kernsammlung von frühen Arbeiten der Wiener Aktionisten mit Arbeiten zwischen 1958 und Anfang der 70er Jahre geblieben.“ Sie gehört, sowohl vom Umfang als auch von der Qualität der Arbeiten, heute „zu den größten Sammlungen des Wiener Aktionismus“.
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