Sammlung Friedrichshof in neuem Ambiente

5. Oktober 2010 | 12:12 | zurndorf | apa | http://www.salzburg.com/online/7mal24/aktuell/Sammlung-Friedrichshof-in-neuem-Ambiente.html?article=eGMmOI8VdSP1EqMbhnOIwcydiAS7acDH9FAm6K9&img=&text=&mode=" href="http://www.facebook.com/sharer.php">Teilenipt>Teilen  
In neuem Ambiente werden Kunstinteressierte ab 30. Oktober in der Sammlung Friedrichshof im burgenländischen Zurndorf erwartet. Der Architekt Adolf Krischanitz hat die Ausstellungsräume mit einer Fläche von rund 600 Quadratmetern neu gestaltet. Künftig sollen Arbeiten der Wiener Aktionisten Günter Brus, Hermann Nitsch, Otto Muehl und Rudolf Schwarzkogler als ständige Sammlung gezeigt werden.
apa zurndorf

Der Besucher betritt durch ein gläsernes Entree, flankiert von massiv wirkenden, X-förmig angeordneten Holzträgern das Foyer. Dieses lässt die drei hellen, an der Decke von Neon-Lichtbändern eingefassten Schauräume optisch noch geräumiger und höher als die tatsächlichen knapp viereinhalb Meter wirken. „Zur linken Hand des Betrachters wird in zwei Räumen künftig die Sammlung präsentiert“, erläuterte Hubert Klocker, Leiter der Sammlung Friedrichshof, beim APA-Besuch.

Im rechten Raum, im Foyer und in einem Screeningraum sollen im Frühjahr und im Herbst Wechselausstellungen internationaler Künstler gezeigt werden. Dabei wolle man sich auf experimentelle, jüngere oder zeitgenössische Positionen konzentrieren, wahrscheinlich mit einem starken Aspekt auf multimedialer und intermedialer Kunst. Als erster Künstler zeigt der US-Amerikaner Paul McCarthy eine umfangreiche Videoinstallation aus seinem Themenkomplex „Carribean Pirates“. „Es wird ein internationales Programm sein, McCarthy ist sicher ein spektakulärer Beginn in dem Kontext“, so Klocker.

Die Sammlung Friedrichshof, deren Aufbau noch zu Zeiten der Kommune begann, hat mittlerweile eine 30-jährige Geschichte: „Es ist aber immer sozusagen eine Kernsammlung von frühen Arbeiten der Wiener Aktionisten mit Arbeiten zwischen 1958 und Anfang der 70er Jahre geblieben.“ Sie gehört, sowohl vom Umfang als auch von der Qualität der Arbeiten, heute „zu den größten Sammlungen des Wiener Aktionismus“.

© SN/SW