| Militante Kunst | |
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Einen historischen Bogen von der Pariser Commune über die
Hausbesetzerszene bis zu den Globalisierungs- |
Die Ausstellung "Gewalt ist der Rand
aller Dinge" setzt historisch an mit Fotografien der Pariser Commune 1871
und sie stellt auch programmatisch die Bildstatistiken von Gerd Arntz an
den Anfang, der zu Beginn der 30er Jahre von Otto Neurath zur Mitarbeit an
der "Wiener Methode der Bildstatistik" eingeladen worden war.
Zeichen des Leids Von hier kann eine Spur zu Gerard Fromanger gezogen werden oder eine
ganz andere zur Grupo de Arte Callejero aus Argentinien, welche die
Tragödie des Landes in Straßenverkehrszeichen erzählt, aber auch zu den
Comics von Seth Tobocman über die Kämpfe urbaner Quartiersbewohner gegen
die Häuserspekulation.
Aktualisierungen Thomas Kilpper etwa zeichnet subjektive Städtpläne bzw. Stadtporträts,
während Dierk Schmidt klassische Fragen der bürgerlichen Kunst neu
formuliert und die "Freiheit" von Delacroix und Gericaults "Floß der
Medusa" in aktualisierten Sujets darstellt: mit Hilfe eines
Nike-Werbeclips der brasilianischen Fußballmannschaft und der Darstellung
eines überladenen, havarierten Flüchtlingsschiffs.
Unpolitische Kunst? Eine Antithese zu dieser Ausstellung ist eine Installation der 1985
verstorbenen Künstlerin Charlotte Posensenske. Im turbulenten Jahr 1968
wurde sie durch die Einstellung ihrer künstlerischen Arbeit aus poltischen
Gründen berühmt. Politik muss eindeutige Aussagen machen, so ihre
Überzeugung, gute Kunst hingegen sei zwangsläufig mehrdeutig. Kunst, so
ihr Schluss, lässt sich daher nicht politisieren. Link: Generali Foundation | ||||||||