| Umbau auf Raten | |
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Die Ausstellung "Projekt Albertina" wird vorgestellt von
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In der Albertina wird wieder auf
Hochtouren gearbeitet. Erst kürzlich musste der geplante Termin zur
Wiedereröffnung von September 2002 auf März 2003 verschoben werden. Der
Fund eines römischen Gräberfeldes mit 130 Gräbern und Goldbeigaben hatte
einen 5-monatigen Baustopp bewirkt. Der neue Termin 2003 kann auf jeden
Fall eingehalten werden, ist sich Albertina-Direktor Klaus Albrecht
Schröder sicher. Es gibt im verbleibenden Ausbaubereich keinerlei
Baumaßnahmen mehr, bei denen auf weitere archäologische Funde gestoßen
werden könnte. Der Grund: Gebaut wird in der verbleibenden Zeit nur mehr
in jenem Bereich, der durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg völlig
zerstört wurde.
Holleins Flugdach Vor einem Monat war der Architektenwettbewerb zur Gestaltung des
Haupteinganges entschieden worden. Beteiligt hatten sich international
renommierte Architekten wie Zaha Hadid, Wilhelm Holzbauer, Hans Hollein
und Coop Himmelblau. Die Wahl fiel auf das Projekt Hollein, der die Überwindung des
Niveauunterschiedes mittels einer Rolltreppe und eines Liftes löste. Mit dem Flugdach aus Titan wird hier ein architektonisch signifikanter
Bau entstehen, der Eingang zur neuen Albertina wird wie bis zum Krieg
wieder auf der Bastei selbst sein. (Während ein Großteil der Albertina
1945 bei einem Bombenangriff zerstört wurde, fiel die ehemalige
Auffahrtsrampe den Verkehrskonzepten der 50er Jahre zum Opfer: Die
Augustiner Straße sollte beschleunigt werden.) Von diesem neuen Eingang
gelangt der Besucher in den ovalen Lichthof, der, mit Glas überdacht,
künftig als Foyer dienen wird. Hier werden die Kassen und der Infocounter
untergebracht. Erweiterung
Die attraktive Gestaltung der Eingangssituation sowie die Renovierung
des ehemals habsburgischen Wohnpalais' sind Ausweitungen der Bauprojekte,
die Klaus Albrecht Schröder bei seinem Amtsantritt 1999 vornahm. Bereits
davor hatte man mit der unterirdischen Erweiterung der Albertina begonnen:
Von den Architekten Steinmayr und Macher geplant, entstanden ein 3000
Quadratmeter großer Tiefenspeicher und ein viergeschoßiges
Studiengebäude. Die Baukörper werden in die Bastei eingegraben, wodurch sie das
Stadtbild nicht beeinflussen. Klaus Albrecht Schröder plante zusätzlich
eine 900 Quadratmeter große Halle in der Bastei, sowie eine
Ausstellungsfläche von 850 Quadratmeter durch die Zusammenlegung
ehemaliger Depoträume. Mit diesen zwei Ausstellungshallen ("Bastei-Halle" und "Propter
Homines-Halle" - Anm.: einer der Sponsoren) wird man es aber künftig
vermeiden können, das Haus wegen Umbauarbeiten zu schließen. Die
Sammlungsgegenstände der Albertina erlauben keine Dauerausstellungen, da
sowohl die Grafik- und Fotografie-Bestände, als auch die gesammelten
Architekturzeichnungen extrem lichtempfindlich sind. 960 Millionen Schilling Die Finanzierung der modernen Zubauten trägt der Bund mit 680 Millionen
Schilling - die Investitionen innerhalb der Albertina muss das Haus selbst
aufbringen, wie etwa die Rekonstruktion der Fassade oder die Renovierung
der historischen Prunkräume, die jahrzehntelang als Studienzimmer genutzt
wurden. 130 der 280 Millionen Schilling hat Direktor Klaus Albrecht Schröder
dafür schon aufgetrieben, unter anderem von Sponsoren wie Hanno und Erwin
Soravia. Zur vollständigen Finanzierung fehlen demnach noch 150 Millionen
Schilling, auf die er noch bis zur Eröffnung hofft. Tipp: Die Schau Projekt Albertina ist in der Wiener Albertina vom 29. Mai
bis zum 29. Juni zu sehen | ||||||