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Bunter Bretterwald: Liam Gillick im MAK

21.10.2009 | 13:48 |  (DiePresse.com)

Mit Skulpturen aus hohen, farbigen Holzplatten schafft der britische Künstler im Dachausbau des MAK Räume im Raum. Mit dem Werk zitiert er sich selbst und Autobauer Ford.

Im Dachausbau des Museums ist ab Dienstag der Brite Liam Gillick mit seinem in sich verschränkten, farbigen "Bretterwald" zu Gast. Betritt man die Treppe in den Dachausbau, wird man bei "Executive Two Litre GXL" von verschachtelten, rund zwei Meter hohen Holzfaserplatten eingeschlossen. Geht man weiter, wird eine davon losgelöste zweite Gruppe von Einheiten mit Versatzstücken aus Plexiglas und Aluminium als Klammer für die Skulptur sichtbar.

"Ein bisschen selbstironisch"

Der Brite nahm sich für das Kunstwerk seine eigene Arbeit "Layered Impasse Screen", eine Dauerleihgabe aus der MAK-Sammlung Gegenwartskunst aus dem Jahr 1999, als Ausgangspunkt vor. "Das ist ein bisschen selbstironisch", erklärte Gillick, "weil ich mit der Arbeit auf ältere Arbeiten von mir aufsetze."

Gleichzeitig habe er sich auch stets für Produktionsprozesse interessiert, weswegen er nicht zuletzt das Erarbeiten der Schau in den Werkstätten des Wiener MAK schätzte. Das Kunstwerk ist auch angelehnt an den Autobauer Ford, der in den 70er Jahren ältere Eigenmodelle auffrisierte und einem neuen Design unterzog.

Autonom und verbunden

Die Arbeit, die sich an der Schnittstelle von Skulptur, Architektur und Design bewegt und mit Begriffen wie Form und Ästhetik spielt, ist für Gillick "einfach und formalistisch und auch ein bisschen schizophren". Einerseits versuche er ein autonomes Design zu schaffen, gleichzeitig solle es aber mit der Welt auf irgendeine Weise verbunden sein. Darauf deutet etwa die Öffnung der Fenster hin.

"Diese Intervention hat so viele Ebenen, dass ich gar nicht in der Lage wäre, alle zu nennen", schwärmte MAK-Direktor Peter Noever. Für ihn ist Gillick "ein harter, schonungsloser Konzeptkünstler und einer der radikalsten Denker, die ich kenne".


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