12.04.2002 13:59:00 MEZ
Endlich Eröffnung in New York
Kulturforum wird nächste Woche eröffnet - Festakt ohne Schüssel, Ferrero-Waldner oder Gehrer

Foto: APA/David Sundberg/Esto

New York/Wien - Im Zeichen zeitgenössischer österreichischer Kunst und Kultur, aber mit relativ geringer Teilnahme österreichischer Politiker wird am kommenden Donnerstag (18. April) die offizielle Eröffnung des Österreichischen Kulturforums in New York über die Bühne gehen. Der aus Osttirol stammende und seit 30 Jahren in New York lebende Architekt Raimund Abraham, hat für eine sieben Meter schmale Baulücke in Manhattan ein über 20 Stockwerke hohes Bauwerk entworfen, dessen spektakuläre Architektur bereits auf große Resonanz gestoßen ist.

Architekt Abraham wird keinem Minister seiner Heimat begegnen

Abraham, der aus Protest gegen die derzeitige österreichische Bundesregierung die US-Staatsbürgerschaft angenommen hat, dürfte beim Festakt keinem Minister seiner Heimat begegnen: Die Ressortzuständigen, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner , fahren ebenso wenig nach New York wie die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Elisabeth Gehrer.

Foto: APA, Quelle: APA/Atelier Abraham

Eröffnungsrede von Kunststaatssekretär Morak

Die Eröffnungszeremonie mit zahlreichen geladenen Gästen aus dem New Yorker Kunst- und Kulturleben beginnt mit einer Begrüßung durch den Leiter des Kulturforums, Christoph Thun-Hohenstein. Das Klangforum Wien, ein Solisten-Ensemble für zeitgenössische Musik, wird danach die Komposition "Rounds" von Roman Haubenstock-Ramati aufführen. Kunststaatssekretär Franz Morak hält die offizielle Eröffnungsrede. Für die Stadt New York wird Kulturstadträtin Kate D.Levin das Wort ergreifen. Unter den Gästen wird auch Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny sein.

Mehr Aufmerksamkeit für zeitgenössische österreichische Kultur in den USA

An der Adresse 11 East 52nd Street will das österreichische Kulturforum künftig einen "Treffpunkt" zwischen österreichischer und amerikanischer Kunst und Kultur bieten. Die Aufmerksamkeit für zeitgenössische österreichische Kultur in den USA soll vertieft werden, Partnerschaften im Kultur-Bereich zwischen Österreichern und Amerikanern gefördert werden.(APA)


Quelle: © derStandard.at