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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
12. September 2005
14:25 MESZ
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Biennale für Gegenwartskunst, Lyon  
Foto: homepage

Wurm bei Biennale Lyon
Insgesamt 61 Künstler bei 8. Ausgabe der Großausstellung - Der Österreicher ist ab Donnerstag auch in Wiener Galerie Krinzinger zu sehen

Paris - Der Österreicher Erwin Wurm befindet sich unter den 61 Künstlern, die sich heuer an der achten Ausgabe der Biennale für Gegenwartskunst von Lyon beteiligen. Sie öffnet am Mittwoch ihre Tore und ist bis zum 31. Dezember zu sehen. Das Motto der Schau, die auf fünf Schauplätze verteilt ist, lautet heuer "Die Erfahrung der Dauer". "Das Konzept der Dauer herrscht vor, nicht die Langsamkeit, sondern die Dimension der präsentierten Projekte. Es ist heute wichtig, gegen das allgemein verbreitete Zapping die Langfristigkeit eines Projekts zu verteidigen", betonten die Ausstellungskommissare Nicolas Bourridaud und Jerome Sanz.

"Modell der Weigerung der Konsumgesellschaft"

Die neue Ausgabe der Biennale von Lyon stellt nach Angaben der Organisatoren ein "Modell der Weigerung der Konsumgesellschaft" dar. Das Programm umfasst u.a. eine Installation von Tony Conrad, dem Pionier der "ewigen Musik", einen Film von Yoko Ono über die zeitliche Dauer des Lächelns, den Film "Sleep" von Andy Warhol und die "Reykjavik Slides", 20.000 Dias, auf denen die Gebäude des isländischen Hauptstadt zu sehen sind.

Unter den weiteren Künstlern, deren Werke in Lyon zu sehen sind, befinden sich der Schweizer Dieter Roth (1930-1998), Robert Malaval, Tom Marioni mit seiner bekannten "One-Seconde Sculpture" und Agnes Thurnauer. Zu sehen sind Installationen, Performances, Fotos, Videos und Gemälde. Die Vernissage findet Dienstagabend in Anwesenheit des französischen Kulturministers Renaud Donnedieu de Vabres statt.

"Am I a House?" bei Krinzinger

Von Erwin Wurm wird außerdem am Donnerstag (15.9., 18 Uhr) in der Wiener Galerie Krinzinger die Ausstellung "Am I a House?" eröffnet. Gestellt wird die titelgebende Frage von einem Haus, dem "Fat House", das Erwin Wurm 2004 im Rahmen der Art Basel gezeigt hat. In einem Monolog diskutiert das Haus die Frage nach der Definition seiner selbst und philosophiert über Kunst, Architektur, Kunstbetrieb und Kunstkritik. (APA)


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