Die Farben in der Grauzone
Preisträger. Die Jury überzeugte er mit einem „geschlossenen, eigenständigen Werk“: Tobias Pils ist der Träger des Faistauer-Preises für Malerei.
CLEMENS PANAGLSalzburg (SN). Im Jahr 2014 wird Tobias Pils in der Jury sitzen. Alle drei Jahre vergibt das Land Salzburg den mit 7000 Euro dotierten Anton-Faistauer-Preis für Malerei. Der jeweils letzte Preisträger entscheidet als Mitglied eines Dreiergremiums über seinen Nachfolger mit.
„Er baut seine Malerei aus Flächen und Schichten heraus auf, in die er grafische Elemente integriert und sie zu einer Gesamtheit verbindet“: So lautet die Jurybegründung, mit der heuer Tobias Pils zum Preisträger gekürt wurde. Den Weg zu den großformatigen Gemälden hat der 1971 in Linz geborene, in Wien lebende Künstler über kleine Zeichnungen gefunden: „Das hat sich auch so ergeben, weil ich mit 18 nur ein kleines Zimmer zum Arbeiten hatte“, sagt Pils. Nach dem Studium „ist mir das Feld der Zeichnung zu eng geworden“. Dafür wuchs das Interesse, „die Trennlinien zwischen Malerei und Grafik aufzulösen“. Dass seine Bilder stets in Schwarz-, Weiß- und Grautönen gehalten sind, hat nichts mit Farblosigkeit zu tun: „Bei Schwarz-Weiß-Filmen beginnt der Betrachter ja auch, die Farben selbst im Kopf zu ergänzen.“ Worauf Tobias Pils Wert legt, wenn er selbst mit den Augen eines Jurors Kunst betrachtet? „Mir ist wichtig, dass ich etwas Eigenes sehe, und eine Mischung aus Rationalem und Irrationalem. Das Erleben muss sich auf geistiger und emotionaler Ebene abspielen.“


















